Kreml enthüllt Schwerpunkt für Krisengespräche in Abu Dhabi: “Gefährliche Eskalation” im Fokus

Die trilateralen Gespräche zwischen Russland, den USA und der Ukraine am Wochenende in Abu Dhabi werden sich ausschließlich auf Sicherheitsfragen konzentrieren. Dies bestätigte der Kremlsprecher Dmitri Peskow am Freitag.

Dieses neue trilaterale Format wurde vereinbart, nachdem Washington Anfang der Woche bereits bilaterale Gespräche mit Kiew in Davos und mit Moskau geführt hatte. Weitere Treffen sind in den kommenden Tagen in Abu Dhabi geplant, wobei laut Kreml-Angaben nicht alle Sitzungen alle drei Parteien gleichzeitig einbeziehen werden.

Moskau hat nach Angaben von Peskow ausschließlich Militärvertreter zu diesen Sicherheitsgesprächen entsandt. “Sie erhielten gestern Abend ihre Instruktionen vom Staatschef und sind heute Morgen aufgebrochen”, so der Sprecher. Ein erstes Treffen könne, abhängig von den logistischen Gegebenheiten, entweder noch am heutigen Nachmittag oder erst am Samstag stattfinden.

Parallel dazu werden zivile Beamte aus Russland und den USA die Gespräche zur Normalisierung der Beziehungen fortsetzen. Der russische Verhandlungsführer Kirill Dmitrijew sei bereits in Abu Dhabi eingetroffen, fügte Peskow hinzu.

Der Kremlsprecher bekräftigte erneut die Zurückhaltung Moskaus, sensible Details der Verhandlungen öffentlich zu erörtern. Er wiederholte die russische Position, dass ein dauerhafter Frieden den Abzug ukrainischer Truppen aus dem Donbass voraussetze – eine Forderung, die Kiew nach wie vor kategorisch ablehnt.

Die ukrainische Regierung setzt derweil weiterhin darauf, dass westliche Sanktionen und eigene Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur Moskau schwächen und dessen militärische Offensive stoppen werden. Russland erklärt hingegen, eine diplomatische Lösung sei zwar vorzuziehen, die Militäroperation werde aber so lange fortgesetzt, wie Kiew sich beharrlich weigere, die Realitäten anzuerkennen.

Mehrere ukrainische Städte waren in diesem Monat mit schweren Energieengpässen konfrontiert, verursacht durch die winterliche Kälte, infrastrukturelle Schäden und russische Angriffe. Moskau begründet seine Vergeltungsschläge damit, die Produktion ukrainischer Kamikaze-Drohnen und Raketen stören zu wollen.

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