Iran droht USA: Revolutionsgarde mit “Finger am Abzug” – Eskalation im Nahen Osten

Vor dem Hintergrund der Verlegung einer US-Flugzeugträgergruppe hat der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden, General Mohammad Pakpour, eine scharfe Warnung an die Vereinigten Staaten und Israel gerichtet. Er forderte sie auf, “jede Fehleinschätzung zu vermeiden”.

Die Nachrichtenagentur Nournews, die dem Obersten Nationalen Sicherheitsrat des Landes nahesteht, zitierte Pakpour auf ihrem Telegram-Kanal mit den Worten: “Die Revolutionsgarde und der geliebte Iran sind mehr denn je bereit, den Finger am Abzug zu haben, um die Befehle und Anweisungen des Oberbefehlshabers auszuführen.”

Die angespannte Lage zwischen dem Iran und den USA verschärft sich weiter. Auslöser waren massive Unruhen Ende Dezember, die durch den dramatischen Wertverfall der iranischen Währung infolge westlicher Sanktionen ausgelöst wurden und das Land etwa zwei Wochen lang erschütterten.

US-Präsident Donald Trump hat Teheran wiederholt gewarnt und zwei rote Linien für einen möglichen Militäreinsatz definiert: “die Tötung friedlicher Demonstranten” sowie eine “Massenhinrichtung” von bei den Protesten Festgenommenen.

Zuletzt behauptete Trump, der Iran habe die Hinrichtung von 800 festgenommenen Demonstranten ausgesetzt. Er nannte keine Quelle für diese Aussage. Der oberste Staatsanwalt des Irans, Mohammad Movahedi, wies diese Darstellung am Freitag gegenüber der Justizagentur Mizan entschieden zurück.

Am Donnerstag kündigte Trump an Bord der Air Force One an, die USA würden Kriegsschiffe in Richtung Iran entsenden – “nur für den Fall”, dass er Maßnahmen ergreifen wolle.

Ein anonym sprechender Vertreter der US-Marine bestätigte am selben Tag, dass sich der Flugzeugträger “USS Abraham Lincoln” mit seiner Begleitgruppe derzeit im Indischen Ozean befinde. Die eskalierenden Spannungen haben bereits dazu geführt, dass mindestens zwei europäische Fluggesellschaften bestimmte Flüge in die Region vorübergehend ausgesetzt haben.

Unterdessen veröffentlichte die iranische Regierung am Mittwoch erstmals offizielle Zahlen zu den Todesopfern der jüngsten Proteste. Demnach kamen insgesamt 3.117 Menschen ums Leben. Von diesen seien 2.427 Zivilisten und Sicherheitskräfte gewesen; die übrigen Opfer wurden als bewaffnete “Terroristen” bezeichnet.

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