US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch auf seiner Plattform Truth Social erneut mit militärischer Gewalt gegen den Iran gedroht. Er behauptete, eine noch größere “Armada” als die zuvor nach Venezuela entsandte Flotte sei auf dem Weg und “bereit, willens und in der Lage”, ihre Mission zu erfüllen.
In seiner Mitteilung forderte Trump das Regime in Teheran auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, um ein Abkommen auszuhandeln. Eine zentrale Bedingung formulierte er in Großbuchstaben: “KEINE NUKLEARWAFFEN”. Unter Verweis auf den jüngsten US-Militärschlag im Iran warnte er: “Der nächste Angriff wird noch viel schlimmer sein! Lasst das nicht noch einmal geschehen!”
Die Drohungen erfolgen vor dem Hintergrund einer verstärkten US-Militärpräsenz in der Region. Der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln, begleitet von Zerstörern, ist bereits im Persischen Golf eingetroffen. Das nuklear angetriebene Schiff führt typischerweise mehrere tausend Soldaten sowie Dutzende Kampfflugzeuge mit sich und dient als zentrales Element der amerikanischen Drohkulisse.
Laut einem Bericht von Middle East Eye (MEE) vom 26. Januar erwägt die US-Regierung zudem gezielte “Präzisionsschläge” gegen hochrangige iranische Beamte und Militärführer. Washington macht diese für den “Tod von Demonstranten” verantwortlich. Eine Quelle aus der Golfregion teilte dem Portal mit, solche Angriffe könnten bereits in dieser Woche erfolgen, der Zeitplan sei jedoch noch nicht endgültig.
Der Bericht beschreibt die internen Regierungsgespräche zu diesem Thema als “chaotisch”. Ein ehemaliger US-Geheimdienstmitarbeiter sagte gegenüber MEE, Präsident Trump habe das Ziel eines Regimewechsels im Iran “nicht aufgegeben”.
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