Trump droht Großbritannien: “China ist ein Feind” – scharfe Warnung vor Annäherung

Während der britische Premierminister Keir Starmer in Peking die wirtschaftlichen Chancen einer vertieften Partnerschaft mit China hervorhob, kam aus Washington eine deutliche Warnung. Der ehemalige US-Präsident Donald Trump äußerte Bedenken gegenüber einem stärkeren Wirtschaftsengagement Großbritanniens bei China.

Starmer hatte am Donnerstag in ausführlichen Gesprächen mit Chinas Staatschef Xi Jinping für eine “ausgefeiltere Beziehung” geworben, die unter anderem besseren Marktzugang, niedrigere Zölle und Investitionsabkommen umfassen soll. Die Unterhaltung berührte auch kulturelle Themen wie Fußball und Shakespeare.

Aus Washington reagierte Trump auf Nachfragen zu dieser diplomatischen Annäherung mit deutlichen Worten:

“Nun, es ist sehr gefährlich für sie (die Briten), das zu tun.”

Eine nähere Begründung blieb Trump schuldig. Sowohl ein Sprecher der Downing Street als auch das chinesische Außenministerium äußerten sich zunächst nicht zu den Äußerungen.

Die Reise Starmers fällt in eine Phase, in der Trump wiederholt mit Handelstarifen gegen Partnerstaaten gedroht hat. Erst kürzlich richteten sich solche Drohungen gegen Kanada, nachdem dessen Premierminister Mark Carney Wirtschaftsabkommen mit China unterzeichnet hatte. Zudem haben Trumps Äußerungen über eine mögliche Übernahme Grönlands bei langjährigen Verbündeten der USA, einschließlich Großbritannien, für Verunsicherung gesorgt.

Premierminister Starmer zeigte sich im Vorfeld seiner China-Reise optimistisch, dass sein Land die wirtschaftlichen Beziehungen zu Peking vertiefen könne, ohne das Verhältnis zu Washington zu belasten. An Bord des Regierungsflugzeugs betonte er die einzigartige Tiefe der transatlantischen Partnerschaft: “Die Beziehung, die wir zu den Vereinigten Staaten haben, ist eine der engsten, die wir pflegen”, sagte er und verwies auf die Zusammenarbeit in Verteidigung, Sicherheit, Geheimdiensten und Handel.

Eine Wahl zwischen den USA und China sei nicht nötig, so Starmer weiter. Als Beleg führte er den Besuch Trumps in Großbritannien im September an, bei dem US-Investitionen in Höhe von 150 Milliarden Pfund angekündigt worden waren.

Auf die Frage, ob ähnliche Zolldrohungen wie gegen Kanada auch Großbritannien erwarten könnten, wich US-Handelsminister Howard Lutnick aus:

“Ich denke, Kanada hat die Dinge etwas anders gehandhabt.”

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