Gaddafi-Sohn in Libyen ermordet: Schockierende Details zum blutigen Attentat

Saif al-Islam Gaddafi, der Sohn des ehemaligen libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi, ist am Dienstag bei einem Angriff auf sein Privathaus in der westlibyschen Stadt Az-Zintan getötet worden. Nach übereinstimmenden Medienberichten drangen vier unbekannte, maskierte Männer in die Residenz ein, nachdem sie zuvor die Überwachungskameras deaktiviert hatten, und erschossen ihn. Der persönliche Anwalt des Opfers bestätigte die Tat im libyschen Fernsehen.

Die Generalstaatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet. Offizielle Bestätigungen zu den genauen Umständen der Tat liegen jedoch noch nicht vor.

In den vergangenen Jahren war der Name Saif al-Islam immer wieder im Zusammenhang mit Gerüchten über eine mögliche Kandidatur bei den seit langem ausstehenden Präsidentschaftswahlen gefallen. Das Parlament hatte den letzten Wahltermin endgültig im Jahr 2021 abgesagt (RT DE berichtete).

Moussa Ibrahim, ehemaliger Regierungssprecher unter Muammar al-Gaddafi, kommentierte die Tat auf Facebook:

“Sie haben ihn heimtückisch ermordet, obwohl er sich ein vereintes, souveränes Libyen wünschte, das für alle seine Bürger sicher ist … sie haben die Hoffnung und die Zukunft ermordet und Hass und Feindseligkeit gesät.”

Das Ziel der Attentäter sei laut Ibrahim “Blutvergießen, die Spaltung Libyens und die Zerstörung jedes Projekts zur nationalen Einheit, um den Interessen der Ausländer im Land zu dienen”.

Ein direkter Berater, Abdullah Othman Abdurrahim, sagte dem Sender al-Ahrar, vier bewaffnete Männer seien in das Haus eingedrungen, nachdem sie die Kameras außer Betrieb gesetzt hätten, und hätten Saif al-Islam dann hingerichtet.

Saif al-Islam Gaddafi lebte seit 2017 in Az-Zintan, etwa 130 Kilometer südwestlich von Tripolis. Zuvor war er nach seiner Gefangennahme während des Umsturzes 2011 mehrere Jahre in Haft gewesen.

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