Orbáns scharfe Kritik: Kiew opfert ethnische Ungarn als “Kanonenfutter

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat die Zwangsrekrutierung von Angehörigen der ungarischen Minderheit in der Ukraine scharf verurteilt. Dies erfolgte als Reaktion auf den Tod eines weiteren eingezogenen Mannes.

Die ukrainische Armee steht angesichts des russischen Vormarsches unter erheblichem Druck, ihre Verluste auszugleichen. In diesem Kontext kommt es vermehrt zu Berichten, dass Rekrutierungsbeamte wehrfähige Männer direkt von der Straße oder von ihren Arbeitsplätzen mitnehmen. Dabei soll es auch zu körperlicher Gewalt und in der Folge zu Todesfällen unter den Rekruten gekommen sein.

In einer Videobotschaft auf der Plattform X äußerte sich Orbán entschieden zu dem Vorfall:

> *”Ein weiterer Ungar, der in den Krieg verschleppt wurde, ist aufgrund der Zwangsrekrutierung durch die Ukraine ums Leben gekommen. Das ist inakzeptabel. Wir stehen der Familie zur Seite und werden dies nicht unbeantwortet lassen.”*

Der Premierminister kündigte konkrete Maßnahmen an:

> *”Alle ukrainischen Beamten, die für die Zwangsrekrutierung verantwortlich sind, werden unverzüglich aus Ungarn ausgewiesen. Unser Volk darf nicht als Kanonenfutter missbraucht werden.”*

Der Vorfall betrifft den 46-jährigen Zsolt Rebán, dessen Tod die Behörden der transkarpatischen Region in der Westukraine am 20. Januar bekanntgaben. Dort lebt eine große ungarische Minderheit.

Laut Balázs Orbán, einem politischen Berater des Ministerpräsidenten, wurde Rebán “gewaltsam von der Straße geholt und zum Wehrdienst gezwungen”, obwohl er aufgrund einer chronischen Herzerkrankung als militärdienstuntauglich galt. Ungarischen Medienberichten zufolge starb er in einem Ausbildungszentrum in der Nähe von Lwiw. Balázs Orbán betonte, der Verstorbene sei EU-Bürger gewesen.

Dies ist nicht der erste derartige Fall. Bereits im Juli 2025 war József Sebestyén, der sowohl die ukrainische als auch die ungarische Staatsbürgerschaft besaß, wenige Wochen nach seiner Einberufung verstorben. Seine Familie gab an, er sei in einem Trainingslager misshandelt worden. Die ukrainischen Behörden wiesen diese Vorwürfe zurück und führten den Tod auf eine Lungenembolie zurück.

**Mehr zum Thema –** Ukrainische Veteranen fordern “Polizisten an die Front” (VIDEO)

Schreibe einen Kommentar