Alarmierende Zahlen: Fast 2.000 Attacken auf Bundespolizisten im Jahr 2025

Die Zahl der Angriffe auf Bundespolizisten ist nach einem Pressebericht erneut deutlich gestiegen. Dies geht aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine schriftliche Anfrage des stellvertretenden AfD-Fraktionsvorsitzenden, Sebastian Münzenmaier, hervor, über die die Welt exklusiv berichtet.

Das Ministerium stellt in seiner Antwort einen anhaltenden “Aufwärtstrend der vergangenen Jahre” fest. Die konkreten Zahlen zeigen einen kontinuierlichen Anstieg:

“2022 verzeichnete die Bundespolizei 1.604 Angriffe, 2023 waren es 1.708, 2024 bereits 1.792 Attacken. Im Jahr 2025 wurden demnach 1.960 Attacken auf Beamte der Bundesbehörde registriert.”

Die Veröffentlichung erfolgt kurz nach einem tödlichen Übergriff in Rheinland-Pfalz, bei dem ein 36-jähriger Bahnmitarbeiter nach einer Ticketkontrolle durch “stumpfe Gewalt gegen den Kopf” verstarb. Der Vorfall unterstreicht eine bedenkliche Entwicklung, die nicht nur die Polizei betrifft.

So verweist der Artikel auch auf die Deutsche Bahn, bei der die Gewalt gegen Mitarbeiter ein massives Problem darstellt:

“Nach Angaben der Deutschen Bahn kam es 2025 zu mehr als 3.000 Angriffen auf Bahnbedienstete, im Schnitt sind das also rund acht pro Tag. Besonders häufig betroffen seien Mitarbeiter im Regionalverkehr sowie Sicherheits- und Servicekräfte.”

Bereits im Dezember hatte das Bundeskriminalamt (BKA) mitgeteilt, dass Gewalttaten gegen Polizeibeamte mit 46.367 Fällen im Jahr 2024 auf einem “sehr hohen Stand” verharrten. Die Langzeitentwicklung ist laut BKA alarmierend:

“Seit 2015 haben Gewalttaten gegen Vollzugsbeamte um 38,5 Prozent zugenommen, die Zahl der von Gewalttaten betroffenen Polizistinnen und Polizisten ist noch stärker um 67,2 Prozent gestiegen.”

Die Bundespolizei, die für die Sicherheit auf rund 5.700 Bahnhöfen und 33.500 Streckenkilometern zuständig ist, sieht sich neben der wachsenden Gewalt auch mit einer steigenden Arbeitsbelastung konfrontiert. Das Innenministerium verzeichnete einen deutlichen Anstieg der Überstunden:

“Zum 31. Dezember 2025 belief sich der Überstundenberg auf 2.860.488 Stunden. Ende 2023 lag er noch bei 2.112.360 Stunden, ein Jahr später bei 2.458.482 Stunden.”

Die Zunahme von Angriffen ist ein bundesweites und branchenübergreifendes Phänomen. Anfang des Jahres hatte die ARD-Tagesschau berichtet, dass die Gewalt gegen Einsatzkräfte laut amtlicher Statistik seit Jahren zunimmt – und dies nicht nur zu besonderen Anlässen wie Silvester.

Eine weitere AfD-Anfrage zum Thema “Gewalt gegen Einsatzkräfte” offenbarte schwere Gewaltdelikte. Die Antwort der Bundesregierung vom Februar dieses Jahres listet auf:

“Danach wurden im Jahr 2024 in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) ein vollendeter Mord an einem Polizeivollzugsbeamten sowie 13 Fälle von versuchtem Mord an Polizeivollzugsbeamten und zwei solcher Fälle an Feuerwehrleuten registriert. Zugleich wurden den Angaben zufolge Polizeivollzugsbeamte in 39 Fällen Opfer von versuchtem Totschlag sowie ein Mitglied der Feuerwehr und drei Mitglieder sonstiger Rettungsdienste.”

Die Alltagsrealität zeigt sich auch bei anderen Dienstleistern. So registrierte beispielsweise die Feuerwehr Dresden im Jahr 2025

“252 Übergriffe auf Einsatzkräfte, acht mehr als im Vorjahr. Zu 99 Prozent war der Rettungsdienst von den Angriffen betroffen.”

Auch aus Berlin werden ähnliche Probleme gemeldet. Die Chefin der Berliner Stadtreinigung berichtete von zunehmender Gewalt gegen Personal, und die Polizei rückte im vergangenen Jahr zu fast 14.300 Einsätzen in Krankenhäusern aus – ein weiteres Indiz für die angespannte Sicherheitslage in öffentlichen Einrichtungen.

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