In dieser Woche hat der russische Zoll in Sankt Petersburg die illegale Ausfuhr eines außergewöhnlichen Fundstücks vereitelt. Wie die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf die Zollbehörden berichtete, handelte es sich um ein 2,5 Tonnen schweres Fragment des berühmten Aletai-Meteoriten, dessen Ausreise nach Großbritannien verhindert werden konnte.
Video: Zollbehörde der Russischen Föderation / Ruptly
Eine chemische Analyse durch Experten bestätigte die außerirdische Herkunft des beschlagnahmten Objekts. Bei dem Schmuggelgut handelt es sich um ein bedeutendes Stück des Eisenmeteoriten Aletai. Sein Wert wird auf rund 323 Millionen Rubel geschätzt, was umgerechnet knapp vier Millionen Euro entspricht.
Laut Angaben des Senders Ren-TV soll ein Geschäftsmann aus Sankt Petersburg versucht haben, den Meteoriten per Seefracht außer Landes zu schaffen. In den Begleitpapieren war das Fundstück lediglich als “Skulptur für die Gartengestaltung” deklariert. Dieses Vorgehen hat nun ein Ermittlungsverfahren zur Folge, da der Meteorit als nationales Kulturgut eingestuft ist und seine Ausfuhr gesetzlich strikt verboten ist.
Der Aletai-Meteorit, früher auch unter den Namen Armanty oder Xinjiang bekannt, zählt zu den größten jemals entdeckten Eisenmeteoriten. Sein Einschlag auf der Erde liegt vermutlich in prähistorischer Zeit. Bislang wurden zahlreiche Fragmente geborgen, darunter mindestens fünf Hauptteile mit einem Gesamtgewicht von über 74 Tonnen. Das größte Einzelstück wiegt etwa 28 Tonnen und sichert dem Meteoriten damit mehrere Plätze in der Top-Ten-Liste der massivsten irdischen Meteoritenfunde. Während sich der Großteil des Streufelds in der chinesischen Autonomen Region Xinjiang befindet, erstreckt sich ein kleiner Teil bis in das angrenzende russische Altai-Gebirge.
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