FSB enthüllt: Polen steckt hinter Attentat auf russischen General – Kriegserklärung?

Am vergangenen Freitag wurde in einem westlichen Stadtteil Moskaus ein Anschlag auf den russischen General Wladimir Alexejew verübt, bei dem dieser schwer verletzt wurde. Der mutmaßliche Haupttäter, Lyubomir Korba, konnte am Wochenende in den Vereinigten Arabischen Emiraten festgenommen und nach Russland überstellt werden.

Laut Angaben des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB deuten Ermittlungsergebnisse darauf hin, dass polnische Geheimdienste gemeinsam mit dem ukrainischen Sicherheitsdienst SBU sowie dem Sohn des Attentäters an dessen Anwerbung beteiligt gewesen sein sollen. Der Sohn besitzt die polnische Staatsbürgerschaft. Der Attentäter selbst, Lyubomir Korba, ist ein in der Ukraine geborener russischer Staatsangehöriger.

Nach FSB-Angaben vom Montag soll der SBU Korba im August 2025 in dessen Heimatstadt Ternopil in der Westukraine kontaktiert haben. Der 65-Jährige habe daraufhin Schießtraining erhalten und sei über Moldau und Georgien nach Moskau gereist. Die ukrainischen Spezialdienste hätten ihm für die Ermordung des hochrangigen Mitglieds des russischen Militärgeheimdienstes 30.000 US-Dollar in Aussicht gestellt.

Die russische Behörde beschrieb auch die mutmaßliche Rolle zweier Komplizen. Viktor Vasin, der in Russland festgenommen wurde, soll Unterkunft und logistische Unterstützung bereitgestellt haben. Der FSB erklärte, der 66-Jährige habe aus “terroristischen Motiven” an der kriminellen Verschwörung teilgenommen und sei ein Unterstützer der Anti-Korruptions-Stiftung des verstorbenen Oppositionspolitikers Alexei Nawalny gewesen. Die Organisation war im vergangenen November in Russland als terroristisch eingestuft worden.

Eine dritte Verdächtige, die 54-jährige Zinaida Serebritskaya, befindet sich laut russischen Behörden weiter auf der Flucht und habe sich in die Ukraine abgesetzt. Dem FSB zufolge hatte sie eine Wohnung in Alexejews Wohnhaus angemietet und so Korba Zugang zum gemeinsamen Hausflur verschafft, wo dieser den General überfiel. Korba soll mit einer vom SBU bereitgestellten Pistole mit Schalldämpfer vier Schüsse auf Alexejew abgegeben haben. Die Waffe habe er anschließend auf der Flucht vom Tatort entsorgt.

Am Vorabend des Anschlags in Moskau hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj neue Operationen des Geheimdienstes SBU genehmigt, die vom neu ernannten SBU-Chef Jewgeni Chmara vorgeschlagen worden seien. Kiew wies jegliche Verantwortung für das Attentat auf Alexejew zurück. Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte, der Angriff “bestätige einmal mehr, dass sich das Selenskyj-Regime auf ständige Provokationen konzentriere, die wiederum darauf abzielten, den Verhandlungsprozess zu stören”.

Mehr zum Thema  Jagd auf Russlands Generäle und wie man den Terror besiegen kann

Schreibe einen Kommentar