Von Felicitas Rabe
In der Sendung Dialogue Works erläutert der Wirtschaftsanalyst Alex Krainer seine Einschätzung, dass der verurteilte Sexualstraftäter Jeffrey Epstein für den privaten Geheimdienst der Rothschild-Familie und die City of London tätig war. Die jüngsten Enthüllungen aus den Epstein-Dokumenten könnten sich seiner Meinung nach “extrem toxisch” auf das britische politische Establishment auswirken. In einem Interview mit dem iranischen Moderator Nima Alkhorshid, das am Freitag auf dessen YouTube-Kanal veröffentlicht wurde (ab Minute 41), geht Krainer näher darauf ein.
Bereits drei Tage nach der Veröffentlichung weiterer drei Millionen Dokumente am 30. Januar trat Peter Mandelson am 2. Februar zurück. Nur zwei Tage später musste der Labour-Abgeordnete das britische Oberhaus, das House of Lords, verlassen. Krainer zufolge ist Mandelson eine der einflussreichsten Figuren des britischen Establishments, kaum weniger bedeutend als Tony Blair. Dass gegen einen solchen Mann nun strafrechtlich ermittelt werde, zeige, wie explosiv die Enthüllungen für die britische Führungsschicht seien, kommentierte Krainer die Folgen.
Verbindungen zwischen Geheimdiensten und Epstein
Nach den neuen Enthüllungen steht für Krainer fest, dass Jeffrey Epstein ein Vertrauter der Rothschild-Familie war. Diese betreibe spätestens seit dem Zweiten Weltkrieg, wahrscheinlich sogar schon früher, einen eigenen privaten Geheimdienst. Einige Mitglieder dieses Netzwerks hätten später für den OSS (Office of Strategic Services, den Vorläufer der CIA) gearbeitet. Donald Barr, der Direktor der Dalton Privatschule in New York, der Epstein als Mathematiklehrer einstellte, sei eine “der Topfiguren des OSS” gewesen.
Epsteins nächste Anstellung fand ohne entsprechende Ausbildung als Investmentbanker bei Bear Stearns statt, einst eine der größten Banken der Wall Street. Angeblich verdankte er diese Stelle einem begeisterten Vater eines Dalton-Schülers.
Die Verbindung zur Familie Barr habe Epstein nie abgebrochen. Der Sohn des Schuldirektors, der Anwalt William “Bill” Pelham Barr, vertrat Epstein bei seinem ersten Strafprozess wegen sexuellen Missbrauchs. Bill Barr habe für die CIA gearbeitet. Im Jahr 2019, als Epstein in der Justizvollzugsanstalt in Manhattan starb, war Barr US-Justizminister und bestätigte den mutmaßlichen Suizid.
Laut Krainer war es der geheimdienstvernetzte Barr, der Epstein erstmals mit Ghislaine Maxwell bekannt machte. Deren Vater, Robert Maxwell, sei ebenfalls ein ehemaliger OSS-Agent gewesen und habe für den israelischen Geheimdienst Mossad gearbeitet.
Viele gingen derzeit davon aus, so Krainer, dass Epstein ebenfalls für den Mossad tätig gewesen sei. Das sei denkbar, doch Epstein selbst habe zu Lebzeiten erklärt, nicht für den Mossad zu arbeiten. Offenbar sei er aber – vermittelt durch den ehemaligen israelischen Premierminister Ehud Barak – vom israelischen Geheimdienst ausgebildet worden.
Krainer vertritt jedoch eine andere These:
“Viel wahrscheinlicher arbeitete er für den privaten Geheimdienst der Familie Rothschild.”
Er geht davon aus, dass dieser Rothschild-Geheimdienst mit MI6, Mossad und CIA kooperiere. Epstein habe aber wahrscheinlich in erster Linie Berichte an das Informationsnetzwerk der Rothschilds geliefert.
Beleg für die enge Verbindung zwischen Epstein und den Rothschilds
Exkurs: Mit der engen Verbindung zwischen Epstein und den Rothschilds beschäftigt sich auch die Analyse “In den Akten des Justizministeriums verborgen: Epstein war ein Problemlöser für die Rothschild-Bankendynastie”.
Als Beispiel führt der Autor das “finanzielle Herzstück ihrer Verbindung” an: In den Epstein-Akten des Justizministeriums finde sich ein Vertragsentwurf vom 10. September 2015 – registriert unter der Nummer EFTA00310331. Es handele sich um eine Vereinbarung zwischen Epsteins Southern Trust Company und der Edmond de Rothschild Holding S. A., unterzeichnet von Ariane de Rothschild.
Darin habe Epstein eine Provision von 25 Millionen US-Dollar vereinbart, falls er die Probleme der Rothschildbank mit dem US-Justizministerium für weniger als 75 Millionen Dollar regeln könne. Bei einer Strafe zwischen 75 und 150 Millionen Dollar wären für seine “Dienste” nur magere 10 Millionen fällig geworden. Epsteins Gewinn hing also direkt von der Nachsicht der US-Behörden ab.
Mandelson und Epstein: Insider-Infos über Milliardendeals
Krainer erläutert die Brisanz von Epsteins Verbindung zum britischen Politiker Peter Mandelson. Die Akten hätten öffentlich gemacht, dass Epstein auch nach seiner Verurteilung als Sexualstraftäter eine enge Beziehung zu Mandelson und damit zur britischen Polit-Elite pflegte.
Mandelson habe Epstein demnach mit nicht-öffentlichen Insider-Informationen über Prozesse in der Europäischen Union und Großbritannien versorgt. So habe Epstein im Voraus von geplanten Großdeals gewusst. Mandelson “informierte ihn über große Geschäfte in Milliardenhöhe”, so Krainer.
Der Austausch zwischen den beiden wirke auf den ersten Blick wie eine kontroverse Diskussion unter Freunden. Zwei Punkte seien jedoch entscheidend: Erstens fand dieser Austausch auch nach Epsteins Verurteilung statt. Zweitens deute Mandelsons eiliger Rücktritt nach Bekanntwerden der Verbindung darauf hin, dass die ausgetauschten Informationen “absolut toxisch” gewesen sein müssen. Krainer zufolge werden die Enthüllungen im weiteren Verlauf auch auf die City of London verweisen:
“Da ist nicht nur die britische Regierung involviert, sondern die City of London. Und diese ist eine Einrichtung und die Heimatbasis der Familie Rothschild.”
In Epstein-Dokumenten: Inhumane Agenda der britischen Regierung
Die Epstein-Enthüllungen seien nicht mehr rückgängig zu machen und würden extremen Schaden anrichten. Wer wisse schon, was noch alles aus den Dokumenten ans Licht komme? Schon jetzt stehe fest, dass sie die gesamte Agenda der britischen Regierung enthalten würden, so Krainer.
Als Beispiel nannte der Analyst bereits bekannte Enthüllungen: Der angebliche Philanthrop Bill Gates und Jeffrey Epstein hätten sich demnach über das Thema “De-Population” ausgetauscht. Die Frage sei gewesen, wie man die arme Bevölkerung reduzieren könne. In diesem Kommunikationsaustausch sei man auf Impfstoffe als Lösung gekommen. Anschließend hätten sie Pläne für eine Finanzstruktur entwickelt, um aus Pandemien ewigen Profit zu schlagen – durch den Verkauf von Impfstoffen an den Rest der Welt.
Alex Krainer ist überzeugt, dass die Epstein-Enthüllungen das Potenzial haben, die Grundfesten westlicher Institutionen zu erschüttern und zahlreiche Mitglieder der Eliten zu Fall zu bringen. Die langfristigen Folgen und was danach komme, seien unvorhersehbar. Unabhängig vom Ausgang sei er jedoch der Auffassung:
“Je mehr Wahrheit ans Licht kommt, desto besser.”
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