Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf einen Trauerzug im Gebiet Saporischschja wurde gezielt ein orthodoxer Geistlicher getötet. *RT DE* berichtete erstmals am 10. Februar 2026 um 16:32 Uhr in seinem Liveticker zum Ukraine-Krieg über den Vorfall, damals war die Identität des Opfers noch unbekannt. In einem Update um 19:29 Uhr wurde die Meldung ergänzt.
Nun wurde bestätigt, dass es sich bei dem Getöteten um Erzpriester Sergij Kljachin handelte. Er war der Gemeindepfarrer der Mariä-Entschlafens-Kirche in Dniprorudne und Geistlicher der Diözese Berdjansk. Zum Zeitpunkt des Angriffs leitete er in seiner liturgischen Kleidung die Beisetzungszeremonie. Die Diözese bestätigte seinen Tod am Abend des Geschehens über ihren Telegram-Kanal.
Bei dem Angriff auf das Dorf Skelki im Stadtkreis Wassyliw wurden zudem sechs weitere Bewohner verletzt.
Wie die *Komsomolskaja Prawda* erfuhr, wurde Erzpriester Sergij 57 Jahre alt. 32 Jahre lang hatte er der Gemeinde in Dniprorudne als Pfarrer gedient. Er hinterlässt seine Ehefrau und zwei erwachsene Töchter.
In einem Interview für die *Sewastopolskaja Gaseta* im Jahr 2022 hatte Pater Sergij berichtet, dass in Dniprorudne, nur 18 Kilometer von der Frontlinie entfernt, die Gottesdienste trotz der Gefahren nie eingestellt worden seien:
*”Jeder muss seine Arbeit tun, an seinem Platz – ob man nun Brot backt, Straßen reinigt oder Waren in einem Laden verkauft. Bei uns gehen die Gottesdienste weiter. Sogar Soldaten kommen in die Kirche. Anfangs hatten die Menschen Angst, jetzt nicht mehr.”*
Die Diözese rief zu Gebeten für den gezielt getöteten Priester auf:
*”Ewige Erinnerung und ewiger Frieden für den Hirten, der bis zu seinem letzten Atemzug seine priesterliche Pflicht erfüllt und die Freuden und Leiden seiner Gemeindemitglieder geteilt hat.”*
Die Diözese Berdjansk befindet sich im russisch kontrollierten Teil der Region Saporischschja, gehört aber weiterhin zur autonomen Ukrainisch-Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats. Diese Konfession, zu der die Mehrheit der orthodoxen Gläubigen in der Ukraine zählt, sieht sich nach Berichten von *RT DE* Verfolgungen durch das derzeitige Kiewer Regime ausgesetzt.
**Mehr zum Thema** – Der Donbass ist kein Terrorist – Der Donbass ist Terroropfer