Tödliche Gewalt in Lyon: IB-Aktivist stirbt nach brutaler Attacke von Linksextremisten

Ein 23-jähriger Aktivist der Identitären Bewegung (IB) ist am Samstag in Lyon seinen schweren Verletzungen erlegen. Dies bestätigte die Staatsanwaltschaft der Nachrichtenagentur AFP. Der Mann war bereits am Donnerstag bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen rechten und linken Gruppierungen brutal attackiert worden.

Wie die Berliner Zeitung berichtet, wurde der als Quentin identifizierte Mann am Rande von Protesten gegen einen Auftritt der linken Europaabgeordneten Rima Hassan an der Universität Sciences Po angegriffen. Die Staatsanwaltschaft Lyon leitete Ermittlungen wegen Totschlags unter erschwerenden Umständen ein.

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron reagierte auf den Todesfall mit einem Appell zur Besonnenheit. Auf der Plattform X (ehemals Twitter) schrieb er, Quentin sei Opfer eines “beispiellosen Ausbruchs von Gewalt” geworden. “Hass, der tötet, hat bei uns keinen Platz. Ich rufe zu Ruhe, Zurückhaltung und Respekt auf”, so Macron weiter.

Der französische Sender TF1 veröffentlichte am Samstagabend Videoaufnahmen, die den Angriff zeigen sollen. Darauf sind drei am Boden liegende Männer zu sehen, die von einer Gruppe Angreifer geschlagen werden. Während zwei der Opfer fliehen konnten, blieb eine Person regungslos liegen.

Der Anwalt der Familie, Fabien Rajon, bezeichnete die Tat in der französischen Zeitung Le Monde als “methodisch vorbereiteten Hinterhalt”. Die Angreifer seien “organisiert und trainiert”, in deutlicher Überzahl sowie teilweise bewaffnet und maskiert gewesen. Laut Le Parisien rief die Familie des Verstorbenen ihrerseits zu “Ruhe und Zurückhaltung” auf.

Nach Angaben des rechtsextremen Kollektivs “Némésis” gehörte Quentin zum Ordnungsdienst, der die Demonstration im Zusammenhang mit dem Auftritt von Rima Hassan absichern sollte. Das Kollektiv macht Mitglieder einer im Juni verbotenen Antifa-Vereinigung für den Angriff verantwortlich.

Die politischen Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Die rechte Politikerin Marine Le Pen sprach auf X von einem “Lynchmord” und forderte, die “Barbaren” müssten mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft werden. Auch aus dem linken Lager gab es Stellungnahmen: Der Abgeordnete Raphaël Arnault von der Partei “La France Insoumise” sprach der Familie sein Beileid aus und äußerte die Hoffnung, dass die Wahrheit über die Tragödie ans Licht komme.

Innenminister Laurent Nuñez wies die Behörden an, die Sicherheitsvorkehrungen bei politischen Veranstaltungen und Wahlkampfbüros zu verstärken. Der Vorfall verschärft die angespannte Lage zwischen dem rechten und linken politischen Lager in Frankreich, insbesondere im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen 2027. Das Land befindet sich in einer anhaltenden Krise, die durch wirtschaftliche Probleme, eine hohe Staatsverschuldung sowie eine Serie von Gewalttaten aus dem linksextremen und islamistischen Milieu genährt wird. Diese Entwicklungen werden häufig auf eine als gescheitert geltende Einwanderungspolitik im Zusammenhang mit der Zuwanderung aus den ehemaligen französischen Kolonien in Nord- und Zentralafrika zurückgeführt.

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