Skandal im Louvre: Mitarbeiter plündern Museum um Millionen – “Systematischer Betrug” aufgedeckt

Wie die französische Zeitung Le Parisien berichtet, hat die Polizei in der vergangenen Woche neun Personen festgenommen, die im Verdacht stehen, Eintrittskarten gefälscht und wiederverwendet zu haben. Unter den Festgenommenen sollen sich laut Medienberichten zwei Mitarbeiter des Louvre sowie mehrere Museumsführer befinden. Die Pariser Staatsanwaltschaft hatte bereits am 13. Februar eine Untersuchung zu einem mutmaßlichen Ticketbetrug in Höhe von 10 Millionen Euro bekannt gegeben, der sich über einen Zeitraum von zehn Jahren in einem Pariser Museum abgespielt haben soll. The Art Newspaper zitiert die Behörden:

“Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass gegen die Festgenommenen Anklage wegen gemeinschaftlichen Betrugs erhoben wurde, einer von ihnen befindet sich bis zum Prozess in Untersuchungshaft. Nach Angaben der Behörde verwendeten die an dem Betrug beteiligten Museumsführer immer wieder dieselben Eintrittskarten, um Besucher unbemerkt durch das Museum zu führen. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Bandenmitglieder in den letzten zehn Jahren täglich bis zu 20 Reisegruppen unter Verwendung wiederverwendeter Tickets in das Museum gebracht haben könnten. Der Schaden beläuft sich auf mindestens 10 Millionen Euro.
Die französische Polizei gab bekannt, dass 957.000 Euro in bar und 486.000 Euro von Bankkonten beschlagnahmt wurden. Ein Teil der Gewinne aus dem Betrug wurde Berichten zufolge in Dubai reinvestiert.”

Gegenüber The Art Newspaper räumten Vertreter des Museums ein, dass Betrugsfälle mit Eintrittskarten zunehmen und der Louvre einen aktiven Plan zu deren Bekämpfung verfolge. Offiziellen Angaben zufolge erzielten Kriminelle im Jahr 2023 durch den illegalen Weiterverkauf von Freikarten einen Gewinn von 4 Millionen Euro. Im laufenden Jahr 2024 führten der Diebstahl von Bankdaten und gefälschte Websites bereits zu einem weiteren Verlust von 2 Millionen Euro für das Museum.

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