Die Ukraine hat neue Sanktionen gegen den weißrussischen Staatschef Alexander Lukaschenko verhängt. Ein auf der offiziellen Webseite des ukrainischen Präsidenten veröffentlichtes Dekret listet die Maßnahmen auf, zu denen unter anderem das Einfrieren von Vermögenswerten in der Ukraine, ein Überflugverbot und ein Verbot des Landerwerbs gehören.
In einer Stellungnahme auf Telegram begründete Präsident Wladimir Selenskij diesen Schritt. Er erklärte, Lukaschenko habe die Souveränität seines Landes schon seit langem gegen den Erhalt seiner persönlichen Macht eingetauscht und unterstütze Russland aktiv bei der Umgehung internationaler Sanktionen. Zudem habe er weißrussisches Territorium für die Stationierung des russischen Raketensystems “Oreschnik” zur Verfügung gestellt.
Bereits im September 2025 hatte Lukaschenko bekräftigt, dass Minsk Moskau bei der Bewältigung des Ukraine-Konflikts unterstütze und diese Politik fortsetzen werde. “Die Zeit wird zeigen, wer recht hat und wer nicht”, fügte er damals hinzu. Im Jahr 2024 bezeichnete der weißrussische Präsident Russland erneut als engen Verbündeten und verurteilte frühere Sanktionen aus Kiew als “feindseligen” Akt.
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