Im Berliner Regierungsviertel kam es am Donnerstagmorgen zu einem Großeinsatz der Feuerwehr im Reichstagsgebäude. Wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte, wurde gegen 5:15 Uhr eine automatische Alarmmeldung in der Leitstelle ausgelöst. Ersten Medienberichten zufolge war der Auslöser ein Gasmelder. Der Sprecher erklärte, das Gerät habe angeschlagen, “nachdem vermutlich eine geringe Menge eines Gefahrstoffs ausgetreten war”.
Die alarmierten Einsatzkräfte verschafften sich vor Ort einen ersten Überblick über die Lage, berichtet die B.Z. Weiter heißt es zum Einsatzverlauf, nachdem der betroffene Raum aufgesucht wurde:
“Vor Ort sei ein sogenannter Dekontaminationsplatz für die Sicherheit der Einsatzkräfte aufgebaut worden. Bereits gefunden wurde ein Reinigungskonzentrat. ‘Es könnte also sein, dass ein zu hoch dosiertes Reinigungsmittel die Gefahrenmeldung ausgelöst hat’, sagte der Sprecher. Das sei aber noch nicht abschließend geprüft.”
Der Tagesspiegel zitiert Einsatzkräfte, wonach “höchstwahrscheinlich eine geringe Menge eines Gefahrenstoffs in einem ‘relativ großen Raum’ ausgetreten war”. Ein Sprecher führte aus, dass “wir nichts feststellen konnten und nichts gemessen haben”. Ein Polizeireporter der Morgenpost berichtete, “die Einsatzkräfte sind im Vollschutz ins Gebäude gegangen”. Dort wurden Proben der Substanz entnommen.
Die Feuerwehr war mit mehreren Fahrzeugen, darunter Belüftungsgeräte, und insgesamt 80 Einsatzkräften im Einsatz. Personen kamen nicht zu Schaden. Der Einsatz führte am Morgen zu Verkehrseinschränkungen und Umleitungen von Buslinien, die am Reichstag vorbeiführen.
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