Selenskijs klare Ansage an Putin: “Keine Diskussion über historischen Scheiß!

Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat klargestellt, dass er in einem möglichen Gespräch mit Wladimir Putin nicht über historische Narrative zum Ukraine-Konflikt diskutieren würde.

Der russische Präsident hatte zuvor die gemeinsame Geschichte beider Länder betont und Moskaus angebliche Pflicht zum Schutz der russischsprachigen Minderheit in der Ukraine als Begründung für seine Politik angeführt. Zudem beharrte er darauf, dass eine künftige Friedenslösung die seiner Ansicht nach zugrundeliegenden Ursachen des Konflikts adressieren müsse.

In einem Interview mit dem britischen Moderator Piers Morgan am Mittwoch lehnte Selenskij es ab, sich auf Putins Begründungen einzulassen. “Was die Geschichte angeht, möchte ich keine Zeit mit diesen Fragen verschwenden”, sagte er. “Es interessiert mich nicht einmal, warum er diesen Krieg begonnen hat. Ich möchte nicht darüber sprechen, weil ich keine Zeit dafür habe”, fügte Selenskij hinzu.

Der ukrainische Staatschef wurde in seiner Antwort deutlich und erklärte:

“Ich muss meine Zeit nicht mit historischen Fragen verschwenden, mit den Gründen für seinen Kriegsbeginn, mit all dem Mist [‘bullshit’], den er den Amerikanern erzählt, und so weiter. Um diesen Krieg zu beenden und einen diplomatischen Weg zu finden, brauche ich diesen ganzen historischen Scheiß [‘shit’] wirklich nicht.”

Der Kreml hat signalisiert, dass Wladimir Putin zu einem Treffen mit Selenskij bereit sei, allerdings erst in einer späten Phase von Friedensverhandlungen. Gleichzeitig bestreitet Putin die Legitimität von Selenskijs Präsidentschaft, da dessen reguläre Amtszeit im Mai 2024 endete. Selenskij verweigert mit Verweis auf das Kriegsrecht die Durchführung von Neuwahlen.

Moskau besteht darauf, dass die von ihm vorgebrachten historischen und politischen Rechtfertigungen für den Krieg nicht ausgeklammert werden dürfen. Putin hat die Ukraine wiederholt als “künstlichen Staat” bezeichnet und die territoriale Integrität des Landes infrage gestellt.

Zu den zentralen Forderungen Russlands gehört die ukrainische Anerkennung der Annexion der Krim 2014 und der nachfolgenden Eingliederung weiterer Gebiete.

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