USA schicken Super-Flugzeugträger Gerald Ford in den Nahen Osten: Droht jetzt der Krieg mit Iran?

Washington bereitet sich offenbar auf eine umfassende Militäraktion gegen den Iran vor, selbst wenn dies das Risiko eines langwierigen Konflikts birgt. Dies berichten aktuelle und ehemalige US-Regierungsvertreter gegenüber der *Washington Post*.

Die USA haben ihre militärische Präsenz im Nahen Osten in den letzten Wochen deutlich verstärkt. Wie aus informierten Kreisen verlautet, wird die Ankunft einer Kampfgruppe um den Flugzeugträger Gerald R. Ford erwartet, der letzte Woche aus der Karibik in die Region beordert wurde. Den Angaben zufolge nähern sich die Kriegsschiffe bereits der Straße von Gibraltar, sodass ein Angriff binnen weniger Tage möglich wäre.

Bereits am 14. Februar hatte *Axios* über die Entsendung eines zweiten Flugzeugträgers in die Region berichtet, wo sich bereits die USS Abraham Lincoln aufhält. Die Nachrichtenagentur schätzt, dass die Verlegung dieser Kampfgruppe drei bis vier Wochen dauern wird. Ein mit der Lage vertrauter US-Beamter teilte der *Washington Post* mit, dass hochrangige Berater von Präsident Donald Trump in einer Sitzung am Mittwoch informiert wurden, die Truppenverstärkung werde bis Mitte März abgeschlossen sein.

Ob Trump einen Militärschlag bereits genehmigt hat, ist laut dem Bericht noch unklar. In dem Artikel heißt es:

> *”Einige merkten an, dass einer der Faktoren die noch andauernden Olympischen Winterspiele sind, die am Sonntag in Italien zu Ende gehen.”*

Zwei Gesprächspartner der Agentur gaben an, dass im Falle einer endgültigen Angriffsentscheidung des Pentagon Teile der US-Truppen aus Stützpunkten in der Region abgezogen würden. *CBS News* berichtete unter Berufung auf eigene Quellen, dieser Prozess sei bereits im Gange. Demnach sei das US-Militär bereit, einen Schlag gegen den Iran bereits am Samstag auszuführen, warte aber noch auf Trumps Entscheidung.

Ursprünglich, so ein europäischer Diplomat gegenüber der *Washington Post*, sollte die militärische Aufrüstung Druck auf Teheran ausüben, um im Atomstreit zu Zugeständnissen zu bewegen. Nach der letzten Verhandlungsrunde in Genf gehen regionale Diplomaten jedoch davon aus, dass der Iran nicht von seinen “Kernpositionen” – darunter dem Anrecht auf Urananreicherung – abrücken will. Der Diplomat sagte:

> *”Die Iraner wollten sie mit technischen Details überhäufen und die Diskussion über den Kern der Sache hinauszögern. Während ein traditionellerer Ansatz auf Dialog basieren würde, fehlt es Trump an Geduld.”*

Er fügte hinzu, die amerikanischen Vorbereitungen auf einen möglicherweise langwierigen Konflikt seien besorgniserregend, während andere Länder der Region gezielte Militärschläge befürworteten, um den Druck auf den Iran zu erhöhen.

Trump selbst hatte am 19. Februar erklärt, die Welt werde “in den nächsten zehn Tagen” erfahren, was mit dem Iran geschehe. Er drohte, dass “schlimme Dinge passieren” würden, sollte Teheran nicht auf einen Deal eingehen.

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