Mehr als eine Woche nach Beginn der militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA, Israel und Iran bleibt die Lage im Nahen Osten angespannt. Zugleich harren weiterhin Tausende europäische Touristen – Zehntausende davon aus Deutschland – in der Region aus, da ihre Rückreise sich erheblich verzögert.
Die anhaltenden Kampfhandlungen erschweren die Evakuierung der gestrandeten Urlauber erheblich. Die Organisation sicherer Rückflüge gestaltet sich schwierig und kommt nur langsam voran. In der Nacht zum Sonntag konnten immerhin zwei TUI-Maschinen mit etwa 250 Reisenden aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in Hannover landen, wie die OAZ am Montag berichtete.
TUI-Chef Sebastian Ebel gegenüber der dpa: “Unser Ziel ist es, alle Pauschalreisenden bis spätestens Mittwoch zurückzuholen.” Er fügte hinzu: “Flugzeuge stehen in ausreichender Zahl bereit, entscheidend sind sichere Flughäfen und Luftkorridore.”
Das Auswärtige Amt teilte mit, am Samstag seien weitere 220 Personen ausgeflogen worden. Zudem kündigte Staatsminister Johann Wadephul einen vierten Sonderflug aus der saudi-arabischen Hauptstadt Riad an. Personen, die auf solchen Regierungsflügen zurückgebracht werden, müssen gemäß Konsulargesetz einen Kostenbeitrag von 500 Euro leisten. Die Auswirkungen der Krise zeigen sich auch im Flugverkehr: Am Flughafen Berlin BER fielen am Freitag 15 von 16 geplanten Nahost-Verbindungen aus.
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