Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hat zu einem zweitägigen Streik der Flugbegleiter aufgerufen. Dieser betrifft Passagier- und Frachtflüge an deutschen Flughäfen, mit besonderem Fokus auf den Drehkreuzen Frankfurt am Main und München. Auch die Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn, Hamburg und Stuttgart sind von den Arbeitsniederlegungen betroffen.
Am Flughafen Düsseldorf wurden laut dessen Online-Portal neun der ursprünglich 14 für heute geplanten Lufthansa-Flüge nach München und Frankfurt gestrichen. Vom Flughafen Köln/Bonn fallen heute alle drei geplanten Lufthansa-Verbindungen nach München aus.
Der Hamburger Flughafen meldet ebenfalls zahlreiche Ausfälle. Auf seiner Internetseite heißt es, dass bis zum Abend alle Flüge der Airline von und nach Frankfurt sowie München entfallen. Insgesamt sind neun Starts in Richtung Frankfurt sowie eine ähnliche Anzahl an Landungen betroffen. Am späteren Nachmittag werden die beiden Städte allerdings vereinzelt wieder von Hamburg aus angeflogen.
Am Stuttgarter Flughafen sind laut einer Sprecherin lediglich die Zubringerflüge der Lufthansa nach Frankfurt und München gestrichen worden. Dies betreffe jeweils vier Ankünfte und Abflüge.
Trotz des Streiks will die Fluggesellschaft mehr als die Hälfte ihres Flugprogramms aufrechterhalten. Auf Langstreckenflügen sollen etwa 60 Prozent der Maschinen starten. Hierfür werden laut Angaben der Airline größere Flugzeuge und freiwillige Crews eingesetzt. Von Ausfällen betroffene Passagiere würden per E-Mail benachrichtigt. Fluggäste, die keine Nachricht erhalten, könnten davon ausgehen, dass ihr Flug planmäßig stattfindet. Flüge in das Krisengebiet Nahost sollen von den Streiks ausgenommen sein.
Laut Gewerkschaft fallen die Arbeitsniederlegungen weniger umfangreich aus als im Vormonat, da sich das Kabinenpersonal diesmal nicht beteiligt. Hintergrund des Konflikts sind festgefahrene Tarifverhandlungen über die Vergütung bei der Tochtergesellschaft CityLine sowie die betriebliche Altersversorgung.
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