Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat per Videoübertragung einen weiteren Raketentest überwacht. Der Staatschef verfolgte gemeinsam mit seiner Tochter Ju-ae, wie das neu in Dienst gestellte Kriegsschiff „Choe Hyon“ mehrere Marschflugkörper abschoss. Der Test fand laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA bereits am Dienstag statt; entsprechende Aufnahmen wurden am Mittwoch in den Staatsmedien veröffentlicht.
Wie die KCNA am 11. März berichtete, seien die von dem Zerstörer abgefeuerten Flugkörper über das Gelbe Meer geflogen und hätten erfolgreich ihre Ziele auf felsigen Inseln getroffen. Kim äußerte demnach seine „große Zufriedenheit“ mit der Integration der „Choe Hyon“ in das einheitliche Kontrollsystem für strategische Waffen und mit der Zuverlässigkeit dieses Systems. Der nordkoreanische Führer regte an, künftige Schiffe derselben Klasse mit Hyperschallwaffen anstelle konventioneller Geschütze auszurüsten, um ihre Angriffskraft zu steigern. Zudem betonte er die Notwendigkeit, die nukleare Abschreckungsfähigkeit weiter auszubauen.
„Die Komponenten unserer Abschreckungsfähigkeit werden stets wirksam und beschleunigt in das hochpräzise taktische Operationssystem integriert, und die nuklearen Streitkräfte der DVRK sind auf die Etappe eines diversifizierten Einsatzes übergegangen.“
In diesem Zusammenhang lobte Kim bedeutende Fortschritte bei der Einführung neuer Angriffswaffen. Deren kontinuierliche Verstärkung stelle ein „unabdingbares Element der Selbstverteidigung“ dar, so der Staatschef.
Die Raketentests fanden einen Tag nach Beginn der jährlichen gemeinsamen Militärmanöver Südkoreas und der USA statt. Erst vor einer Woche hatte Kim die „Choe Hyon“ besichtigt und angekündigt, dass Nordkorea künftig jährlich zwei Zerstörer dieser Klasse vom Stapel lassen werde.
Der atomwaffenfähige Zerstörer mit einer Verdrängung von 5.000 Tonnen durchläuft derzeit eine Reihe von Erprobungen.
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