Am 22. März 2026 entscheiden die Bürger von Rheinland-Pfalz über die Zusammensetzung ihres neuen Landtags. Zwölf Parteien bewerben sich um die Gunst der Wähler. Nach dem äußerst knappen Sieg der Grünen über die CDU in Baden-Württemberg deutet sich auch im Nachbarland ein enges Rennen an – diesmal zwischen der regierenden SPD und der CDU. In diesem Wettbewerb tritt die AfD erneut als potenzieller Koalitionspartner in Erscheinung.
Rund 2,95 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, in neun Tagen über die 101 Sitze im Landtag zu entscheiden. Derzeit führt Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) die Landesregierung. Eine aktuelle, für das *ZDF* durchgeführte Umfrage zur anstehenden Wahl zeigt folgende Zahlen:
* CDU: 28 Prozent
* SPD: 26 Prozent
* AfD: 19 Prozent
* GRÜNE: 9 Prozent
* Freie Wähler: 5 Prozent
* Die Linke: 5 Prozent
* Sonstige: 8 Prozent
Die FDP kommt demnach auf lediglich drei Prozent. Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte sich auf dem jüngsten CDU-Bundesparteitag in Stuttgart zu den Aussichten seiner Partei und sagte laut *Frankfurter Rundschau*:
*”Nach langen 34 Jahren kann die CDU in Rheinland-Pfalz mit Gordon Schnieder endlich wieder eine Landtagswahl gewinnen.”*
Weitere Umfrageergebnisse zeigen: Bei der Frage nach der Führung der künftigen Landesregierung wünschen sich unverändert 35 Prozent eine SPD-geführte Koalition. 32 Prozent (ein Plus von zwei Prozentpunkten gegenüber Februar) präferieren eine Regierung unter CDU-Führung. 21 Prozent befürworten eine von der AfD angeführte Landesregierung, ebenfalls ein Zuwachs von zwei Prozentpunkten. Wie ein *T-Online*-Artikel berichtet, konnten oder wollten sich zwölf Prozent der Befragten hierzu nicht festlegen.
In der *SWR*-“Wahlarena” am 12. März präsentierten sich die Spitzenkandidaten:
* SPD-Ministerpräsident **Alexander Schweitzer** inszenierte sich als erfahrener Regierungschef, der auf eine stabil arbeitende Koalition verweisen kann.
* CDU-Herausforderer **Gordon Schnieder** punktete erwartungsgemäß mit scharfer Kritik an der Bildungs- und Wirtschaftspolitik der Landesregierung.
* Die **AfD** behauptet ihre Position als dritte Kraft. Spitzenkandidat **Jan Bollinger** setzte erneut auf das Thema Migration, auch wenn es derzeit etwas an politischer Schärfe verloren hat.
* Die **Grünen** liegen stabil bei rund acht Prozent. Umweltministerin **Katrin Eder** versuchte, Umwelt- und Klimathemen zu platzieren, räumte aber ein, dass diese aktuell weniger Rückenwind haben.
Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk kam vom Journalisten Boris Reitschuster. Auf seinem Blog thematisierte er einen Beitrag in einer *SWR*-Sendung, in dem ein Mann aus dem arabischen Raum “lange und ausführlich zu Wort gekommen” sei. Dieser schilderte “in teilweise schwer zu verstehendem Deutsch”, warum er und sein Sohn Angst vor der AfD hätten. Reitschuster zitiert weiter aus dem Beitrag:
*”Die lange Anklage des Mannes gegen den AfD-Spitzenkandidaten im Studio griff dann die Grüne Eder auf, nicht ohne die obligatorische Breitseite gegen Björn Höcke – der eigentlich gar nichts mit Rheinland-Pfalz zu tun hatte. Und auf einmal sagte Eder in der Hetze ihrer Attacken auf den AfD-Mann über den angeblich wohl nur zufällig anwesenden Mann aus dem arabischen Raum: ‘Wir haben uns kennengelernt auf der Demonstration Kirchheimbolanden bleibt bunt’ (siehe hier).”*
Unterdessen wächst in der Berliner Parteizentrale der Union die Sorge vor einer erneuten Niederlage wie in Baden-Württemberg. Das *Handelsblatt* zitierte kürzlich einen namenlosen, führenden Unionspolitiker mit den Worten:
*”Wenn beide Landtagswahlen verloren gehen, brennt die Hütte.”*
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