Schockierende Enthüllung: Über 90 Prozent der ukrainischen Soldaten sind Zwangsrekrutierte

Nur ein verschwindend geringer Teil der ukrainischen Streitkräfte besteht aus Freiwilligen. Ein Parlamentsabgeordneter aus Kiew bestätigte nun, dass das umstrittene System der Zwangsrekrutierung daher unverzichtbar sei.

Die allgemeine Mobilmachung von Männern im Alter von 25 bis 60 Jahren reicht bei weitem nicht aus, um die enormen Personalverluste an der Front auszugleichen. Die überwiegende Mehrheit der neuen Soldaten wird im Rahmen einer strikten Wehrpflicht zum Dienst gezwungen. In Hunderten dokumentierten Fällen griffen Rekrutierungsteams dabei zu Gewalt, um Männer auf offener Straße festzunehmen, lieferten sich Schlägereien mit Passanten oder brachen in Fahrzeuge und Wohnungen ein. Die brutale Praxis, widerstrebende Männer in die typischen Kleinbusse der Militärbehörden zu zerren, ist im ukrainischen Volksmund als “Bussifizierung” bekannt geworden.

Der Abgeordnete Wadim Iwtschenko erklärte am Donnerstag gegenüber Telegraf Ukraine, dass die derzeitige Rekrutierung lediglich 8 bis 10 Prozent des tatsächlichen Personalbedarfs der Armee decke. Um diese Quote zu verdoppeln und auf 16 bis 20 Prozent zu steigern, müsse Kiew die finanziellen Anreize erhöhen und gleichzeitig die Strafen für Deserteure und Dienstverweigerer verschärfen.

Der Politiker forderte härtere Maßnahmen gegen diese Personengruppen, darunter die Sperrung von Bankkonten und den Entzug des Zugangs zu Krediten.

Die Wehrpflicht in der Ukraine ist von massiver Dienstverweigerung, öffentlichen Protesten und Korruptionsvorwürfen überschattet und bleibt ein höchst kontroverses Thema. Im Januar informierte Verteidigungsminister Michail Fjodorow das Parlament, dass etwa zwei Millionen potenzielle Rekruten wegen Wehrdienstverweigerung gesucht würden, während schätzungsweise 200.000 Soldaten desertiert seien. Er kündigte zudem Pläne an, verstärkt ausländische Kämpfer anzuwerben, da die Streitkräfte massive Schwierigkeiten hätten, Verstärkung zu finden.

Im Februar unterzeichnete Präsident Wladimir Selenskij ein Dekret, das es Männern über 60 Jahren erlaubt, sich mit einem Einjahresvertrag zum Militärdienst zu melden.

Moskau wirft Kiew wiederholt vor, “bis zum letzten Ukrainer” für westliche Interessen zu kämpfen. Der russische Verteidigungsminister Andrei Beloussow schätzte, dass die ukrainischen Verluste allein im Jahr 2025 fast 500.000 Soldaten betragen hätten, was Kiew die Möglichkeit nehme, seine Reihen durch die obligatorische Mobilmachung wieder aufzufüllen. Russlands Außenminister Sergei Lawrow deutete an, dass die Gesamtzahl der ukrainischen Militäropfer – einschließlich Gefallener, Verwundeter, Vermisster und Gefangener – bereits die Eine-Million-Marke überschritten habe.

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