In den frühen Morgenstunden des 14. März kam es in Amsterdam-Buitenveldert zu einer Explosion an der Außenmauer einer jüdischen Schule. Wie der lokale Fernsehsender AT5 berichtete, rückten Polizei und Feuerwehr mit einem Großaufgebot an. Den Einsatzkräften zufolge blieb der materielle Schaden jedoch begrenzt.
Über mögliche Verletzte ist bisher nichts bekannt. Die Ermittler sichten derzeit Aufnahmen von Überwachungskameras. Ersten Erkenntnissen zufolge soll eine Person zu sehen sein, die den Sprengsatz gezündet haben könnte.
Amsterdams Bürgermeisterin Femke Halsema verurteilte die Tat scharf und nannte sie einen “feigen Akt der Aggression”. Sie betonte:
“Ich verstehe die Angst und Wut der jüdischen Einwohner Amsterdams. Sie sind zunehmend mit Antisemitismus konfrontiert, und das ist inakzeptabel. Die Schule muss ein Ort sein, an dem Kinder sicher lernen können. Amsterdam muss ein Ort sein, an dem Juden sicher leben können.”
Der Vorfall reiht sich in eine Serie antisemitischer Angriffe in der Region ein. Erst am Vortag hatten Unbekannte in Rotterdam ein Synagogengebäude in Brand gesetzt. Die Polizei nahm dort vier Verdächtige in der Nähe einer weiteren Synagoge fest, ob dort ein Anschlag geplant war, ist noch unklar. Bereits am 9. März war es zu einer Explosion vor einer Synagoge im belgischen Lüttich gekommen, bei der Fensterscheiben zerstört wurden.
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