Nordkorea hat nach südkoreanischen Militärangaben mindestens ein “unbekanntes Flugobjekt” in nördlicher Richtung gestartet. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Yonhap.
Das japanische Verteidigungsministerium gab an, es könnte sich bei dem Geschoss um eine ballistische Rakete gehandelt haben, die außerhalb der japanischen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) ins Meer gestürzt sei. Laut japanischen Medienberichten wurden keine Schäden an Schiffen festgestellt.
Dies ist bereits der dritte Zwischenfall seit dem 27. Januar, bei dem Nordkorea eine ballistische Rakete abfeuert. Zuvor hatte die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK) am 4. Januar mehrere Raketen in Richtung Japanisches Meer gestartet, die eine Flugweite von über 900 Kilometern erreichten. Ein weiterer Test einer Kurzstreckenrakete ins Ostmeer fand am 7. November statt und markierte den sechsten Raketenstart des Landes im Jahr 2025.
Die jüngsten Tests stehen im Kontext einer von Staatschef Kim Jong-un Ende Dezember verkündeten Initiative. Er forderte, die Produktion von Raketen und Munition in den kommenden fünf Jahren deutlich zu steigern. Pjöngjang begründet seine Raketenaktivitäten regelmäßig als Reaktion auf die “aggressiven Handlungen” der USA in der Region und deren verstärkte militärische Präsenz. So verurteilte die DVRK im November 2025 die gemeinsamen Militärübungen der USA und Südkoreas als einen Akt, der die Stabilität und das Gleichgewicht auf der koreanischen Halbinsel untergrabe.
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