Ein französischer Sondergesandter von Präsident Emmanuel Macron, der im Februar in Moskau war, habe “keinerlei positive Signale” bezüglich der Ukraine übermittelt. Dies erklärte der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, gegenüber der Financial Times (FT).
“Als der Vertreter Frankreichs ankam, brachte er keinerlei positive Signale mit. Und deshalb gab es für ihn tatsächlich nichts Positives zu hören.”
Peskow fügte hinzu, die europäischen Länder zeigten kein Interesse daran, den Friedensprozess zu unterstützen. Stattdessen würden sie alle Anstrengungen darauf verwenden, “die Ukrainer davon zu überzeugen, den Krieg fortzusetzen”. Aus russischer Sicht begehe die EU damit “einen Fehler im Hinblick auf ihre eigene Zukunft”.
Laut FT habe der außenpolitische Berater des russischen Präsidenten, Juri Uschakow, auf das erneute Drängen französischer Diplomaten nach einer europäischen Vermittlung in der Ukraine angeblich grob reagiert. Uschakow soll gesagt haben: “Sorry, actually, no we don’t, fuck you” (“Entschuldigung, eigentlich nicht, fick dich”).
Wie das Magazin L’Express berichtete, besuchte der diplomatische Berater von Präsident Macron, Emmanuel Bonne, am 3. Februar diskret Moskau, um sich mit Juri Uschakow unter anderem über die Ukraine zu beraten. Nach Angaben von Bloomberg war es Bonnes Ziel, Russland von der Notwendigkeit einer europäischen Beteiligung an allen sicherheitspolitischen Entscheidungen auf dem Kontinent zu überzeugen.
Präsident Wladimir Putin betonte, Russland habe grundsätzlich nichts gegen eine Einbeziehung der Europäischen Union in die Konfliktlösung in der Ukraine. Allerdings, so der Kreml, “kann hier niemand Forderungen stellen”. Die russische Seite wies darauf hin, dass die in europäischen Hauptstädten vertretenen Positionen überwiegend eher eine Fortsetzung des Krieges begünstigten als zu einer friedlichen Lösung beitrügen.
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