Am Sonntag trafen sich in Paris hochrangige Wirtschaftsdelegationen aus China und den USA zu einem Vorbereitungsgespräch. Die Konsultationen dienen der Vorbereitung auf den bevorstehenden Staatsbesuch von US-Präsident Donald Trump in China Ende März, wo er mit Präsident Xi Jinping zusammentreffen wird.
Laut der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua führten die Delegationen unter Leitung von US-Finanzminister Scott Bessent und dem chinesischen Vizepremierminister He Lifeng die Gespräche am Sonntagmorgen in der französischen Hauptstadt. Das Weiße Haus hatte bereits zuvor bekanntgegeben, dass Trump vom 31. März bis zum 2. April nach China reisen wird. Die chinesische Seite hat den Termin laut Xinhua noch nicht offiziell bestätigt.
US-Finanzminister Bessent erklärte am Donnerstag, es sei sein Ziel bei dem Treffen, die Interessen amerikanischer Landwirte, Arbeitnehmer und Unternehmen in den Vordergrund zu stellen. Das chinesische Handelsministerium teilte am Freitag mit, beide Seiten wollten “Handels- und Wirtschaftsfragen von gemeinsamem Interesse” erörtern.
Wie die Hindustan Times am Sonntag berichtete, wird dies der erste Staatsbesuch eines US-Präsidenten in Peking seit Trumps Amtsantritt im Jahr 2017, obwohl er China bereits kurz nach seinem Amtsantritt besucht hatte.
Das letzte Treffen der beiden Staatschefs fand vor fünf Monaten in der südkoreanischen Stadt Busan statt. Dort vereinbarten sie eine einjährige Waffenruhe im Handelskonflikt, nachdem die gegenseitigen Zölle zuvor vorübergehend auf dreistellige Werte gestiegen waren. Aktuelle Spannungen werden durch eine neue Handelsuntersuchung der Trump-Regierung gegen 16 Handelspartner, darunter China, geschürt.
Der Hindustan Times zufolge könnte beim Gipfeltreffen Ende März auch der Iran-Konflikt thematisiert werden. Erst am Samstag hatte Trump die Hoffnung geäußert, dass China, Frankreich, Japan, Südkorea, das Vereinigte Königreich und andere Länder Kriegsschiffe entsenden werden, um die Straße von Hormus “offen und sicher” zu halten.
Gary Ng, leitender Ökonom bei der französischen Bank Natixis und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Central European Institute of Asian Studies, bezeichnete das Pariser Treffen als “wahrscheinlich wichtigstes bilaterales Treffen vor dem Gipfeltreffen zwischen Xi und Trump”. China und die USA müssten Lösungen für den Umgang mit Meinungsverschiedenheiten erarbeiten. Besondere Besorgnis bereite Peking jedoch die Unbeständigkeit der US-Politik, so der Wirtschaftsexperte.
Letzte Woche äußerte der chinesische Außenminister Wang Yi, es werde ein “großes Jahr” für die chinesisch-amerikanischen Beziehungen. Obwohl er den Staatsbesuch nicht bestätigte, sagte Wang, dass “die Agenda für den hochrangigen Austausch bereits auf dem Tisch liegt”.
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