Banksy enttarnt! Nach 25 Jahren endlich sein Gesicht: Robin Gunningham aus Bristol

Ein Rätsel, das die Kunstwelt über ein Vierteljahrhundert lang beschäftigte, scheint endgültig gelöst: Die wahre Identität des mysteriösen Street-Art-Phänomens Banksy ist offenbar enthüllt.

Eine umfangreiche Recherche der Nachrichtenagentur *Reuters* vom 13. März 2026 kommt zu dem Schluss, dass hinter dem Pseudonym „jenseits jeden vernünftigen Zweifels“ der 53-jährige Robin Gunningham aus Bristol steht. Die Untersuchung stützt sich auf eine Vielzahl von Beweisen, darunter Gerichtsakten, Reisedokumente und Aussagen zahlreicher Personen aus seinem Umfeld.

Bereits 2008 hatte die britische Zeitung *Mail on Sunday* unter der Schlagzeile „Graffiti-Künstler Banksy enttarnt“ Fotos veröffentlicht, die einen Mann zeigten, den ehemalige Schulfreunde und Bekannte als Robin Gunningham identifizierten.

Die damalige Enthüllung wurde von seinem damaligen Manager vehement dementiert und geriet zunächst wieder in Vergessenheit. Gunningham, gebürtig aus Yate und Absolvent der Bristol Cathedral School, blieb im Verborgenen.

Neuen Schwung erhielt die Debatte 2023 durch die BBC-Podcastserie *The Banksy Story*.

In einer Bonusfolge wurde eine fast vergessene Audioaufnahme aus dem Jahr 2003 wiederentdeckt. Während der Vorbereitungen für seine Ausstellung *Turf War* fragte ein BBC-Reporter den Künstler nach seinem Namen. Die Antwort, gesprochen mit einem unverkennbaren Bristol-Akzent, war kurz und bündig:

“It’s Robbie.”

Diese Kurzform von „Robin“, kombiniert mit der bekannten Theorie, dass „Banksy“ eine Anspielung auf „Banks“ oder eine spielerische Umkehrung seines Namens sein könnte, wurde von vielen Beobachtern als fast schon offene Bestätigung gewertet.

Die *Reuters*-Recherche verfolgte die Spuren über Jahrzehnte und Kontinente. Sie wertete US-Gerichtsakten, Polizeiberichte, Passagierlisten und Einreisedaten aus und führte Dutzende Gespräche mit ehemaligen Weggefährten und Brancheninsidern.

Ein besonders überzeugendes Beweisstück ist ein handschriftliches Dokument aus dem Jahr 2000, das nach einer Festnahme wegen mutmaßlicher Sachbeschädigung in New York angefertigt wurde und die Unterschrift „Robin Gunningham“ trägt.

Interessanterweise ließ Gunningham nach der ersten Enthüllung 2008 seinen Namen offiziell in „David Jones“ ändern – ein Schritt, der laut Recherchen von seinem damaligen Manager organisiert worden sein soll.

Eine direkte Stellungnahme des Künstlers liegt nicht vor. Seine offizielle Vertretung, Pest Control, teilte lediglich mit, Banksy habe „sich entschieden, nicht zu kommentieren“. Auch sein Anwalt wies Teile der Berichterstattung zurück, ohne jedoch die zentralen vorgelegten Beweise substantiell zu entkräften.

Trotz dieser scheinbar eindeutigen Beweislage bleibt das Phänomen Banksy in gewisser Weise ein Mysterium. Seine Anonymität ist ein integraler Bestandteil seiner Kunst und Marke geworden. Sie verleiht seiner oft systemkritischen Botschaft eine besondere Schlagkraft, da der Urheber selbst unangreifbar bleibt.

Die Ironie liegt darin, dass die Enthüllung seines bürgerlichen Namens an dieser Dynamik vermutlich wenig ändern wird. Banksy wird weiterhin Werke schaffen, die mal zynisch, mal politisch, aber immer unverkennbar sind – und stets ohne dass sich das Gesicht dahinter zeigt.

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