In Leipzig ist am Mittwoch ein mutmaßliches Mitglied der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) festgenommen worden. Dies teilte die Generalbundesanwaltschaft mit. Vollzogen wurde die Festnahme durch Beamte des Bundeskriminalamts (BKA) im Rahmen eines beantragten Strafbefehls.
Bei dem Festgenommenen handelt es sich um den irakischen Staatsangehörigen Rakan A. Die Ermittlungsbehörden werfen ihm vor, sich bereits in jungen Jahren der ausländischen terroristischen Vereinigung angeschlossen zu haben. Die entsprechende Pressemitteilung führt hierzu aus:
*„Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, sich als Jugendlicher mit Verantwortungsreife sowie als Heranwachsender (§§ 1, 3, 105 JGG) mitgliedschaftlich in einer terroristischen Vereinigung im Ausland (§ 129a Abs. 1 Nr. 1 StGB, § 129b Abs. 1 Sätze 1 und 2 StGB) betätigt zu haben.“*
Konkret wird dem Mann vorgeworfen, sich spätestens im Sommer 2016 im Irak dem IS angeschlossen zu haben. Laut der Mitteilung war er bis März 2017 in verschiedenen Kampfeinheiten der Terrormiliz eingesetzt.
Weitere Angaben zu dem Verdächtigen – etwa zu den Umständen seiner Einreise nach Deutschland, seinem aktuellen Aufenthaltsstatus oder einer möglichen Vorstrafenliste – machten die Behörden zunächst nicht.
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