Ein Spezialflugzeug des russischen Ministeriums für Zivilschutz, Katastrophenschutz und Notfallmaßnahmen ist am Donnerstag in Mosambik eingetroffen. An Bord der Iljuschin Il-76 befanden sich rund 29 Tonnen humanitäre Hilfsgüter für die Bevölkerung des südostafrikanischen Landes. Die Fracht umfasste Nahrungsmittel, Gebrauchsartikel des täglichen Bedarfs und warme Decken.
In einer entsprechenden Mitteilung der Behörde wurde erklärt, dass diese humanitäre Aktion für das wirtschaftlich schwache Land auf Anweisung des russischen Präsidenten Wladimir Putin, der Regierung unter Ministerpräsident Michail Mischustin und des Katastrophenschutzministers Alexander Kurenkow erfolgte. Weitere Details wurden zunächst nicht mitgeteilt.
In Mosambik leben etwa 70 Prozent der Menschen unterhalb der Armutsgrenze. Die humanitäre Situation im Land hat sich seit Beginn des Jahres erheblich verschärft. Auslöser waren heftige Regenfälle und daraus resultierende Überschwemmungen. Laut dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) mussten schätzungsweise 392.000 Bewohner ihre Häuser verlassen. Da die Wasserpegel schnell anstiegen, blieb den Familien kaum Zeit; viele flohen, ohne persönliche Habe mitnehmen zu können. Schulen und Gesundheitsstationen wurden beschädigt. Zahlreiche internationale Organisationen riefen die Weltgemeinschaft zur Unterstützung auf. Das UNHCR bezifferte den für dieses Jahr benötigten Hilfsbedarf auf 38,2 Millionen US-Dollar, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden und lebenswichtige Unterstützung für Geflüchtete, Binnenvertriebene und aufnehmende Gemeinden zu gewährleisten.
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