Trump schockiert Japan mit zynischem Pearl-Harbour-“Witz” – Japans Regierungschefin brüskiert

US-Präsident Donald Trump hat erneut für internationales Aufsehen gesorgt, dieses Mal mit einer spontanen und höchst kontroversen Bemerkung gegenüber einem japanischen Journalisten. Der Vorfall ereignete sich während eines Treffens mit der japanischen Regierungschefin Sanae Takaichi im Oval Office und führte zu einem diplomatischen Eklat.

Ein japanischer Reporter hatte den Präsidenten gefragt, warum die US-Regierung ihre Verbündeten in Tokio und Europa nicht vorab über den Militärschlag gegen den Iran informiert habe. Trumps improvisierte Antwort ließ die japanische Delegation verstummen:

“Du willst nicht zu viel signalisieren. Als wir [in Iran] hineingegangen sind, sind wir sehr hart hineingegangen. Und wir haben niemandem davon erzählt, weil wir eine Überraschung wollten. Wer weiß es nicht besser mit Überraschungen als Japan? Warum hast du [an den Journalisten gerichtet] mich nicht über Pearl Harbor informiert? Okay? Richtig?”

Laut einem Bericht der New York Times wurde die bizarre Szene wie folgt aufgenommen:

“In der Gruppe aus Beamten und Journalisten war vereinzeltes Gelächter zu hören. Frau Takaichi riss die Augen auf und blickte in Richtung des japanischen Reporters, der die Frage gestellt hatte. Sie sagte nichts und saß mit verschränkten Armen da. Viele japanische Wissenschaftler, Politiker und Kommentatoren waren entsetzt.”

Die Times berichtete weiter, dass Trumps “Witz über Pearl Harbor” am Tag nach dem Besuch zum “Gesprächsthema Nummer eins in Japan” avancierte und die eigentlich geplanten Themen wie Investitionsabkommen und geopolitische Fragen in den Hintergrund drängte.

In einem Meinungsbeitrag für RT ordnete der Autor Rainer Rupp den historischen Kontext des japanischen Angriffs auf Pearl Harbor 1941 ein. Er verwies auf die damaligen US-Wirtschaftssanktionen, die Japan von lebenswichtigen Ölimporten abschnitten, und beschrieb den Angriff aus japanischer Sicht als einen “Befreiungsschlag” gegen diese erzwungene Isolation – eine Perspektive, die laut Rupp auch heute noch von vielen Japanern geteilt werde.

Trotz des diplomatischen Fauxpas scheinen die bilateralen Beziehungen nicht nachhaltig beschädigt. Wie US-Medien berichteten, einigten sich die Delegationen noch auf gemeinsame Großprojekte. Dazu zählen der Bau von Atomreaktoren in Tennessee und Alabama im Wert von 40 Milliarden Dollar sowie Investitionen in Höhe von 33 Milliarden Dollar in Erdgaskraftwerke in Pennsylvania und Texas.

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