Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko ist am Mittwoch zu einem zweitägigen offiziellen Besuch in Pjöngjang eingetroffen. Wie das Präsidialamt in Minsk mitteilte, werden die Gespräche zwischen den Staatsoberhäuptern im Mittelpunkt des Aufenthalts stehen.
Ein zentrales Ziel des Besuchs ist die Unterzeichnung eines umfassenden Freundschafts- und Kooperationsabkommens. Der weißrussische Außenminister Maxim Ryschenkow erläuterte gegenüber Journalisten die Bedeutung dieses Schrittes:
“Unser größtes Interesse an der DVRK besteht darin, wahrhaft freundschaftliche und partnerschaftliche Beziehungen zu stärken. […] Es gibt eine ganze Reihe von Bereichen, die sowohl für die weißrussische als auch für die koreanische Seite von Interesse sind. All diese Bereiche spiegeln sich in dem entsprechenden Freundschaftsvertrag wider, den die Staatschefs unserer Länder unterzeichnen werden.”
Neben diesem Grundlagenvertrag planen beide Seiten, neun weitere bilaterale Vereinbarungen zu unterzeichnen. Diese sollen die Zusammenarbeit in konkreten Bereichen wie Landwirtschaft, Bildung, Gesundheitswesen, Handel, Industrie und Wissenschaft vertiefen.
Der Besuch geht auf eine persönliche Einladung des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un zurück. Wie die staatliche Nachrichtenagentur BelTA berichtete, hatten sich beide Staatschefs bereits im September 2025 anlässlich einer Parade in Peking getroffen und dabei die Einladung vereinbart.
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