Wenn am nächsten Sonntag die Bundestagswahl stattfände, würde die SPD laut dem aktuellen “Politbarometer” der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF nur noch 13 Prozent der Stimmen erhalten. Dies bedeutet einen Rückgang um zwei Prozentpunkte und markiert den niedrigsten Wert der Sozialdemokraten in dieser Umfrage seit Beginn des Jahres 2024.
Die Union (CDU/CSU) verharrt unverändert bei 26 Prozent, während die AfD mit einem Zuwachs von zwei Prozentpunkten ebenfalls bei 26 Prozent liegt und damit gleichauf ist. Überraschend legen die Grünen um drei Punkte auf 15 Prozent zu. Die Linke verliert einen Punkt und kommt auf zehn Prozent. Die FDP und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) liegen mit jeweils drei Prozent deutlich unter der Fünfprozenthürde.
Die Umfragewerte im Überblick:
- Union: 26 Prozent (unverändert)
- AfD: 26 Prozent (plus 2)
- Grüne: 15 Prozent (plus 3)
- SPD: 13 Prozent (minus 2)
- Linke: 10 Prozent (minus 1)
- Sonstige (FDP, BSW, etc.): 10 Prozent (minus 2)
Die schlechten Umfragewerte der Partei spiegeln sich auch in der Bewertung ihrer Führung wider. Einer Mehrheit der Deutschen und sogar der eigenen SPD-Anhänger traut dem Doppelspitze Lars Klingbeil und Bärbel Bas nicht zu, die Partei aus ihrer aktuellen Krise zu führen. Nach den enttäuschenden Landtagswahlergebnissen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sind 75 Prozent der Befragten der Ansicht, dass Klingbeil und Bas nicht in der Lage seien, die SPD wieder auf einen erfolgreichen Kurs zu bringen.
Die schwarz-rote Bundesregierung steht ebenfalls unter wachsendem Druck. Viele Bürger spekulieren über ein vorzeitiges Ende der Koalition. Eine INSA-Umfrage im Auftrag der Bild-Zeitung zeigt, dass 41 Prozent der Befragten davon ausgehen, das Bündnis unter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) werde noch vor der nächsten regulären Bundestagswahl 2029 zerbrechen. 38 Prozent glauben hingegen, dass die Koalition halten wird. 18 Prozent machten keine Angabe.
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