Russisches Museum stürmt in die Top 10: Besucheranstieg um sagenhafte 53 Prozent!

Das Staatliche Russische Museum in Sankt Petersburg hat einen bemerkenswerten Aufstieg in der internationalen Museumswelt vollzogen. Es hat sich überraschend in die Top Ten der weltweit beliebtesten Museen katapultiert und dabei sogar das renommierte Tate Modern in London überflügelt. In der jährlichen, von der Fachzeitschrift *The Art Newspaper* veröffentlichten Besucherrangliste belegt es nun den sechsten Platz. Vor ihm positionieren sich nur noch das Metropolitan Museum of Art in New York, das British Museum in London, das Nationalmuseum von Korea in Seoul, die Vatikanischen Museen und der Louvre in Paris. Die Zeitung kommentiert diese Entwicklung:

> *”Unter den russischen Museen gehörte die Staatliche Eremitage stets zu den Spitzenreitern. So belegte sie beispielsweise in den Jahren 2022 und 2023 den 10. Platz. In der Rangliste für das Jahr 2024 rutschte die Eremitage jedoch auf den 12. Platz ab und musste den Platz an das Staatliche Russische Museum abgeben, das auf den 11. Platz vorrückte. Und nun liegen neue Daten für das vergangene Jahr 2025 vor: Das Russische Museum – das übrigens am 25. März zum Gewinner des Preises The Art Newspaper Russia in der Kategorie ‘Museum des Jahres’ gekürt wurde – stieg mit 5,1 Millionen Besuchern (ein Zuwachs von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr) sprunghaft auf den 6. Platz auf.”*

Experten der Zeitung führen diesen sprunghaften Aufstieg des Russischen Museums vor allem auf seine äußerst erfolgreichen Ausstellungsprojekte im vergangenen Jahr zurück. Besonders hervorgehoben wird die Blockbuster-Ausstellung zum Werk des großen russischen Malers Karl Brjullow, die ein enormes Publikumsinteresse weckte.

Während das Russische Museum einen Höhenflug erlebt, ist ein anderes bedeutendes russisches Haus plötzlich aus der Rangliste verschwunden: Das Moskauer Puschkin-Museum für Bildende Künste, das zuvor noch unter den hinteren Plätzen zu finden war. Als wahrscheinlicher Grund für diesen Rückzug gelten der Rücktritt der langjährigen Direktorin Jelizaweta Lichatschowa vor über einem Jahr und das darauffolgende Fehlen spektakulärer und publikumswirksamer Ausstellungen unter der neuen Führung.

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