Ein Monat Krieg im Nahen Osten: Die verheerenden Fehler der USA, Israels und Irans

Von Andrei Restschikow

Am Samstag, dem 28. März, jährt sich der Beginn der gemeinsamen Militäroffensive der USA und Israels gegen den Iran zum ersten Mal. Unter den Codenamen „Epische Wut“ und „Der brüllende Löwe“ starteten die Verbündeten vor einem Monat eine großangelegte Kampagne. Als Rechtfertigung führten sie das Scheitern diplomatischer Bemühungen um das Atomprogramm, eine angebliche „unmittelbare Bedrohung“ sowie die von Washington unterstützten Massenproteste im Land an.

Gleich am ersten Kriegstag flogen US-amerikanische und israelische Streitkräfte rund 900 koordinierte Luftschläge gegen iranische Militärinfrastruktur, darunter Drohnenfabriken, Luftabwehrstellungen und U-Boot-Entwicklungszentren in Isfahan. Das erklärte Ziel laut Donald Trump war die Zerstörung der gegnerischen Raketenindustrie, Seestreitkräfte und des nuklearen Potenzials.

Bereits in der ersten Angriffswelle in Teheran kamen der oberste Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, sowie etwa 40 hochrangige Amtsträger ums Leben, darunter der Verteidigungsminister und der Kommandeur der Revolutionsgarden (IRGC). Die Macht ging umgehend auf einen provisorischen Führungsrat über, bevor später Modschtaba Chamenei – der älteste Sohn des verstorbenen Staatsoberhaupts – zum neuen Führer ernannt wurde.

Ein folgenschwerer US-Raketenangriff auf eine Mädchenschule in der iranischen Stadt Minab löste weltweit massive Empörung aus. 168 Kinder sowie 14 Lehrkräfte und Angestellte der Einrichtung starben. Nach vorläufigen Schätzungen beläuft sich die Gesamtzahl der Todesopfer mittlerweile auf 1.400 bis 2.000 Menschen, darunter viele Zivilisten – über 200 davon Kinder. Besorgnis erregten auch Angriffe in der Nähe des iranischen Kernkraftwerks Buschehr, die die Gefahr eines Strahlungsaustritts mit irreversiblen humanitären und ökologischen Folgen für die gesamte Region bergen.

Der Konflikt eskalierte rasch von gezielten Schlägen zu einem umfassenden regionalen Krieg mit mehreren Beteiligten. Teheran führt die Vergeltungsoperation „Wahres Versprechen – 4“ durch und startet massive Raketen- und Drohnenangriffe nicht nur auf Israel, sondern auch auf US-Militärstützpunkte in Bahrain, Katar, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Bereits am 1. März kündigte die IRGC eine „neue Phase“ der Vergeltung an und feuerte ballistische Raketen auf den US-Flugzeugträger USS Abraham Lincoln. Völlig überraschend kam der jüngste Raketenangriff auf den britisch-amerikanischen Stützpunkt auf der Insel Diego Garcia im Indischen Ozean. Der Iran demonstrierte damit, dass er auch europäische Hauptstädte bedrohen kann.

Obwohl die USA die iranische Flotte praktisch vollständig zerstört haben, ist die Straße von Hormus, durch die etwa 20 Prozent des globalen Öltransports fließen, teilweise blockiert. Dies löste heftige Reaktionen auf den Weltmärkten und einen sprunghaften Anstieg der Energiepreise aus. Teheran gewährte lediglich Schiffen aus befreundeten Staaten – Russland, China, Indien, Irak und Pakistan – die Passage.

Darüber hinaus haben die Kampfhandlungen auch Syrien und den Libanon erfasst, wo Israel Angriffe gegen die schiitische Hisbollah fliegt, die als Stellvertreter Irans gilt. Im Libanon sind Hunderttausende Menschen auf der Flucht. Auch über den Absturz von Raketen- und Drohnentrümmern in Aserbaidschan, auf Zypern und in der Türkei wurde berichtet.

Der Beginn der Luftangriffe löste eine der schwersten Krisen der NATO in den letzten Jahrzehnten aus. Die meisten europäischen Länder, darunter Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien, weigerten sich, an der Operation teilzunehmen oder Schiffe zur Öffnung der Straße von Hormus zu entsenden. Die Türkei bezog eine der härtesten Positionen; sie verurteilte die Angriffe als völkerrechtswidrig und sperrte ihren Luftraum für amerikanische Streitkräfte.

Trump bezeichnete die Weigerung zur Unterstützung als „dummen Fehler“ und erklärte, die NATO sei ein „Papiertiger“.

Er sprach von einer „Loyalitätsprüfung“ und merkte an, die USA würden sich jene merken, die sie in der Stunde der Not nicht unterstützt hätten. Die Ereignisse um den Iran stellen somit die künftige Einheit des Bündnisses im Falle einer größeren globalen Krise infrage.

Letzte Woche verschärfte Trump die Eskalation und drohte, die iranischen Energieanlagen „von der Erde zu tilgen“, sollte die Straße von Hormus nicht innerhalb von 48 Stunden freigegeben werden. Am Freitag verlängerte der US-Präsident das Moratorium für Angriffe auf iranische Energieanlagen aufgrund andauernder, nicht-öffentlicher Verhandlungen bis zum 6. April. Teheran bestreitet jedoch die Existenz solcher Gespräche und bezeichnet die US-Erklärungen als Propaganda.

Zudem wurde berichtet, dass die USA über Vermittler (Pakistan) dem Iran einen 15-Punkte-Plan für eine friedliche Lösung übermittelt hätten. Trump äußerte in privaten Gesprächen, er wolle den Konflikt in den nächsten Wochen beenden und ein langwieriges Szenario vermeiden. Teheran stellte Gegenforderungen: volle Souveränität über die Straße von Hormus, die Einstellung der Angriffe auf Iran und den Libanon sowie die Zahlung von Reparationen. Israel bekundete unterdessen die Absicht, die Operation auszuweiten und als Reaktion auf anhaltende Raketenangriffe neue Ziele anzugreifen.

Russland, China und viele andere Länder rufen zu einem sofortigen Waffenstillstand und zur Aufnahme eines Dialogs auf, um eine globale Eskalation zu vermeiden.

Westliche Medien berichten unter Berufung auf Quellen im Pentagon und Kongress, die USA bereiteten eine Bodenoffensive gegen den Iran vor. Demnach könnten mindestens 10.000 Soldaten in die Region verlegt werden, und eine Bodenoffensive stehe in Kürze an.

Die USA haben keinen Plan B

Experten zufolge ist nach einem Monat offensichtlich, dass der ursprüngliche Plan der USA und Israels, den Iran schnell zu besiegen und zu schwächen, gescheitert ist. Entgegen den Erwartungen führte die Eliminierung vieler Führungskräfte nicht zu einer inneren Destabilisierung der Islamischen Republik; das Regierungssystem funktioniert weiter.

Mehr noch: Der Iran begann, die Initiative an sich zu reißen, indem er die Kontrolle über die Straße von Hormus übernahm und die USA sowie Israel in langwierige Kampfhandlungen verwickelte. Washington hatte offenbar keinen Alternativplan und sucht nun fieberhaft nach neuen Optionen – von verstärkten Luftangriffen bis hin zu einem möglichen Versuch, die Inseln in der Meerenge zu erobern.

Der Militärexperte Juri Ljamin ist der Meinung:

„Es entsteht der Eindruck, dass die USA keinen vorbereiteten Plan B hatten, falls das Hauptszenario scheitern sollte. Die nachfolgenden Maßnahmen – Versuche, die Angriffe zu verstärken, Drohungen gegen das iranische Energiesystem – wirkten wie ein Druck aus der Trägheit und eine verzweifelte Suche nach neuen Hebeln. Dabei zeigten die Drohungen keine Wirkung: Die Antwort Irans auf mögliche Angriffe auf Energieanlagen regionaler Verbündeter der USA führte dazu, dass sich die ultimative Rhetorik allmählich verschob.“

Seinen Worten zufolge war die iranische Strategieabsolut konsequent: die USA und Israel in langwierige Kampfhandlungen zu verwickeln, die Angriffe auszuhalten, maximalen Gegenschaden anzurichten und letztendlich Verhandlungen zu für den Iran akzeptablen Bedingungen zu erzwingen. Der Experte erklärte:

„Der Iran geht davon aus, dass der politische und wirtschaftliche Preis des Krieges für die amerikanische Führung zu hoch werden wird. Solange Washington zu solchen Verhandlungen nicht bereit ist, ebenso wie Teheran nicht bereit ist, die amerikanischen Forderungen zu akzeptieren, dauern die Kampfhandlungen an.“

Dabei sind keine sichtbaren Anzeichen für Meinungsverschiedenheiten innerhalb der iranischen Führung hinsichtlich einer Eskalation oder eines diplomatischen Auswegs zu erkennen. Ljamin sagte:

„Der Iran zeigt in Krisenzeiten traditionell eine beneidenswerte Geschlossenheit und schließt die Reihen, um die Integrität des Landes und des politischen Systems zu bewahren. Dieses Modell, das bereits in den Jahren des Iran-Irak-Kriegs erprobt wurde, ermöglicht es, schwere Krisen zu überstehen. Derzeit sieht die Situation ähnlich aus.“

Obwohl das iranische Luftabwehrsystem bereits in den frühen Phasen schwere Verluste erlitten hat, wurde von Anfang an eine ‚Hinterhalt‘-Taktik gewählt.

Der Experte argumentierte:

„Flugabwehrsysteme nutzen vorwiegend passive Ortungsmittel (optoelektronische Systeme) und Mittel mit geringer Reichweite, wodurch die Bedrohung für die gegnerische Luftfahrt aufrechterhalten wird. Diese Taktik hat bereits zu Verlusten geführt: Die Amerikaner haben die Zerstörung von mindestens zwölf MQ-9-Drohnen bestätigt, auch bei Israel könnten die Verluste in die Dutzende gehen. Die Bedrohung zwingt die Luftstreitkräfte der USA und Israels zu vorsichtigem Handeln. Der Vorfall mit der F/A-18, die unter Beschuss eines tragbaren Flugabwehrraketensystems geriet, und der Fall der abgeschossenen F-35 zeigen, dass das Risiko weiterhin besteht.“

Was die Marine betrifft, so war sich der Iran von Anfang an der Unmöglichkeit einer direkten Konfrontation mit der US-Flotte bewusst. Ljamin erklärte:

„Deshalb wurde für den Fall eines großen Krieges nicht auf große Schiffe gesetzt (die einen solchen Konflikt nicht überleben würden), sondern auf zahlreiche kleine, wendige Boote, die selbst unter Bedingungen einer vollständigen Überlegenheit des Gegners operieren können. Genau diese Boote sind weiterhin aktiv in der Straße von Hormus im Einsatz, was durch Satellitenaufnahmen bestätigt wird.“

Die größten Fehler der Konfliktparteien

Der Politologe Alexei Netschajew blickt anders auf den vergangenen Kriegsmonat zurück. Seiner Meinung nach hat keine der Parteien das Ergebnis erzielt, auf das sie gehofft hatte. Auf seinem Telegram-Kanal schrieb er:

„Die USA haben versucht, eine strategische Aufgabe mit taktischen Mitteln zu lösen – und das mit nur einer einzigen Operation. Doch die Hoffnung auf einen schnellen Zusammenbruch des iranischen Systems hat sich nicht erfüllt. Stattdessen droht eine Verstrickung in einen Konflikt mit steigenden Kosten und ohne erkennbaren Ausweg vor dem Hintergrund der bevorstehenden Kongresswahlen.“

Israels Hoffnung auf einen inneren Zusammenbruch Irans hat zum Verlust der Kontrolle über die Dynamik des Konflikts geführt.

Der Politologe zählte auf:

„Der Iran hat den Schlag überstanden, aber die entscheidenden Schwachstellen seines Systems offenbart: die Unfähigkeit, die eigene Elite zu schützen; das Fehlen direkter Druckmittel gegenüber den USA; ein Atomprogramm, das Risiken für den Iran selbst birgt, seine Gegner aber nicht in Schach hält.“

Seiner Meinung nach sind die USA in diesem Konflikt von ihrer gewohnten Kombination aus Sanktionen, Diplomatie, Druck über internationale Institutionen und gezielten Militäroperationen abgewichen und haben beschlossen, mit einer einzigen Operation „alles auf einmal zu erreichen“. Der Experte erklärte:

„Das Ergebnis war das Gegenteil. Der Iran ist nicht zusammengebrochen – er hat seine Handlungsfähigkeit und seine Fähigkeit zu Gegenmaßnahmen bewahrt. Mehr noch: Teheran hat begonnen, den USA in den sensibelsten Bereichen Kosten zu verursachen: über die Logistik (Straße von Hormus), über den Öl- und Gasmarkt und über Amerikas Verbündete in der Region.“

In dieser Situation bleibt den USA die Möglichkeit, sich aus dem Krieg zurückzuziehen oder eine Eskalation in Form einer Bodenoffensive zu riskieren, was „mit ziemlicher Sicherheit einen langwierigen Zermürbungskrieg bedeuten würde – genau jenes ‚zweite Vietnam‘, das man in Washington am meisten fürchtet“. Zu den weiteren Optionen gehören ein Einfrieren des Konflikts oder der Versuch, über Vermittler ein Abkommen mit Teheran zu schließen. Der Experte ist der Meinung:

„Die beiden letztgenannten Optionen erscheinen politisch unhaltbar, doch in der großen Politik werden sie manchmal zur einzig möglichen Lösung.“

Zu den Hauptfehlern Israels gehört die Entscheidung, die iranische Führungsspitze zu beseitigen, in der Hoffnung, das Regime zu destabilisieren und zu stürzen.

Einer Version zufolge hat man in Israel jedoch „die Bereitschaft der Iraner zu Protesten überschätzt und die Stabilität des Regimes unterschätzt“. Netschajew erklärte:

„Eine solche Erklärung kommt beiden Seiten gelegen: Die USA erhalten eine Antwort auf die Frage, warum sie einen schlecht vorbereiteten Krieg begonnen haben, und Israel entgeht dem Vorwurf, seinen Verbündeten manipuliert zu haben.“

Was den Iran betrifft, so hat auch er Fehler begangen. Dazu zählen die schwache Arbeit des Geheimdienstes, das Fehlen direkter Druckmittel gegenüber den USA und die Fehleinschätzung in der Atomfrage. Der Politologe fügte hinzu:

„All diese Faktoren hängen miteinander zusammen und erklären in ihrer Gesamtheit, warum Teheran auf einen Konflikt dieser Größenordnung nicht vorbereitet war.“

Seinen Worten zufolge verfügt der Iran zwar über Ressourcen, doch das Problem liege in der Staatsstruktur und in der Kultur der Elite selbst. Der Experte erklärte:

„Im Land fehlt ein zentralisiertes System zum Schutz der Führung. Jeder verließ sich auf seinen persönlichen Sicherheitsdienst, der sich aus Verwandten und Vertrauten zusammensetzte. Ein solcher Schutz kann dem ‚Älteren‘ keine Sicherheitsvorschriften auferlegen – das widerspricht der traditionellen Hierarchie.

Hinzu kommt ein kultureller Faktor: In der iranischen Tradition muss eine angesehene Person öffentlich auftreten, von einem Gefolge umgeben und mit der Familie verbunden sein. Eine Abkehr davon ist ein Verstoß gegen die Norm.

Unter Kriegsbedingungen erweist sich die Gewohnheit als stärker als der Selbsterhaltungstrieb. Die Bewegungen der Schlüsselfiguren bleiben vorhersehbar, die Kommunikationswege verwundbar, das Kommando anfällig für Angriffe.“

Der Iran ist in der Lage, Schaden anzurichten, „kann die USA aber nicht zum Frieden zwingen“. Der Politologe erklärte:

„Das ist eine grundlegende Einschränkung: Selbst wenn Teheran über die Ressourcen für Vergeltungsschläge verfügt, ist es nicht in der Lage, Washington zum Einhalten zu zwingen.”

Auch Teherans strategisches Kalkül, den arabischen Monarchien am Persischen Golf Probleme zu bereiten, ist laut Netschajew fehlgeschlagen. Er merkte an:

„Die Monarchien erleiden zwar Verluste, doch auch ihnen fehlen die Hebel, um die USA zu einem Kurswechsel zu zwingen. Washington wiederum ist nicht bereit, wegen der Probleme seiner Verbündeten, deren Loyalität für die USA selbstverständlich ist, innezuhalten. Infolgedessen befindet sich der Iran in einer Lage, in der er den Schaden zwar vergrößern, den Krieg aber nicht beenden kann.“

Nach einem Monat hat keine der beiden Seiten das Ergebnis erzielt, auf das sie gehofft hatte.

Den USA ist es nicht gelungen, die Operation in einen schnellen Sieg zu verwandeln – und sie werden in einen Konflikt hineingezogen, der immer mehr Ressourcen und Aufmerksamkeit erfordert, während sich Israel in einer Situation befindet, „in der seine Strategie immer stärker von den Entscheidungen Washingtons abhängt“. Der Politologe sagte:

„Der Iran hat den Schlag überstanden und die Kontrolle bewahrt, befindet sich aber weiterhin in einer Phase des Zermürbungskriegs, die seine Entwicklung blockiert. Und das verändert die Logik des Konflikts: Je mehr in den Krieg investiert wird, desto schwieriger ist es, aus ihm herauszukommen.“

Das wahrscheinlichste Szenario ist laut Netschajew eine weitere Eskalation. Er prognostizierte:

„Weniger wahrscheinlich ist ein Zwischenabkommen, das den Konflikt vorübergehend einfriert, um ihn später auf eine neue Ebene zu heben.“

Mögliche Entwicklungen des Konflikts

Nach Ansicht von Ljamin stellt der aktuelle Krieg an sich eine erhebliche Abkehr von der bisherigen Politik Washingtons dar. Der Experte erklärte:

„Die USA haben Israel jahrzehntelang unterstützt, aber stets eine direkte gemeinsame Beteiligung an einem großangelegten Konflikt vermieden. Im vorliegenden Fall hat die Allianz zwischen den USA und Israel ihren Höhepunkt erreicht: Es handelt sich um einen gemeinsamen Krieg beider Länder gegen den Iran.“

Gleichzeitig haben die Ereignisse gezeigt, dass der Einfluss der arabischen Monarchien am Persischen Golf, die diesen Krieg befürchteten und nicht wollten, bei der Entscheidungsfindung deutlich hinter dem Einfluss Israels zurückblieb. Ihre Meinung wurde im Grunde genommen ignoriert. Ljamin prognostizierte:

„Eine diplomatische Lösung ist in naher Zukunft nicht zu erwarten, da die Parteien weiterhin gegenseitig inakzeptable Forderungen stellen. Höchstwahrscheinlich werden die USA einen weiteren Versuch unternehmen, die Situation zu wenden. Dies könnte entweder eine Verstärkung der Luftstreitkräfte und eine massive Ausweitung der Bombardements sein oder die Durchführung einer begrenzten Demonstrationsoperation – beispielsweise zur Eroberung von Inseln in der Straße von Hormus oder eines Ölterminals auf der Insel Charg.“

Die Notwendigkeit solcher Maßnahmen, erklärte der Experte, ergebe sich aus dem Widerspruch zwischen den Erklärungen zur Zerstörung des militärischen Potenzials Irans und der Aufrechterhaltung der iranischen Kontrolle über die Meerenge, wo derzeit ohne Genehmigung Teherans kein einziges Schiff passieren darf. Ljamin fasste zusammen:

„Je nach Erfolg oder Misserfolg dieser Maßnahmen wird es möglich sein, über weitere diplomatische Schritte zu sprechen.“

Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 28. März 2026 zuerst auf der Homepage der Zeitung Wsgljad erschienen.

Andrei Restschikow ist Analyst bei der Zeitung Wsgljad.

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