Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat einen britischen Diplomaten der Spionage überführt. Wie das Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit des FSB am 30. März 2026 mitteilte, handelt es sich um den Zweiten Sekretär der Botschaft in Moskau, Janse van Rensburg.
In einer ausführlichen Stellungnahme heißt es:
*”Im Rahmen von Operationen der Spionageabwehr hat der russische Inlandsgeheimdienst FSB eine nicht deklarierte britische Geheimdienstpräsenz unter dem Deckmantel der Botschaft in Moskau aufgedeckt. Es konnte eindeutig nachgewiesen werden, dass der Zweite Sekretär Janse van Rensburg Albertus Gerardus (geboren am 1. Juni 1996), der nach Moskau entsandt wurde, bei der Einreise nach Russland absichtlich falsche Angaben gemacht und damit gegen russisches Recht verstoßen hat.*
*Gleichzeitig hat der russische Inlandsgeheimdienst FSB Anzeichen für die Beteiligung dieses Diplomaten an nachrichtendienstlichen und subversiven Aktivitäten festgestellt, die die Sicherheit der Russischen Föderation gefährden, und hat zudem Versuche dokumentiert, während informeller Treffen mit russischen Wirtschaftsexperten sensible Informationen zu erlangen.”*
**Ausweisung und diplomatischer Protest**
Auf Grundlage dieser Ermittlungen hat das russische Außenministerium beschlossen, van Rensburg die Akkreditierung zu entziehen. Er wurde aufgefordert, das Land innerhalb von zwei Wochen zu verlassen. Als Begründung werden Verstöße gegen russisches Recht sowie gegen Artikel 9 des Wiener Übereinkommens über diplomatische Beziehungen angeführt.
Der FSB warnte zudem russische Staatsbürger davor, ohne Genehmigung des Außenministeriums Treffen mit britischen Diplomaten abzuhalten, um strafrechtliche Konsequenzen zu vermeiden.
**Protestnote an die Botschaft**
Am selben Tag wurde die provisorisch befugte Leiterin der britischen Botschaft, Danae Dholakia, ins russische Außenministerium einbestellt. Nach dem Treffen, zu dem sie keine Kommentare gegenüber Journalisten abgab, wurde bekannt, dass ihr eine offizielle Protestnote überreicht wurde.
Das Außenministerium bekräftigte gegenüber Dholakia:
*”Moskau wird keine Aktivitäten nicht deklarierter Mitarbeiter britischer Geheimdienste auf Russlands Staatsgebiet dulden – und sich beim Formen dieser kompromisslosen Haltung auch weiterhin von den Interessen der nationalen Sicherheit leiten lassen.”*
Zudem wurde London gewarnt:
*”Falls London eine Eskalation wagt, wird die russische Seite unverzüglich die gebotene Antwort geben.”*
**Weiterer Fall im März**
Dieser Vorfall ist bereits der zweite seiner Art innerhalb kurzer Zeit. Mitte März war ein weiterer Botschaftsmitarbeiter, Gareth Samuel Davies, offiziell Zweiter Sekretär für Haushalts- und Verwaltungsbelange, der Spionage überführt und ausgewiesen worden.
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