Macron schockiert mit klarer Ansage: “Wir sind keine Vasallen der USA oder Chinas!

Während einer Asienreise hat der französische Präsident Emmanuel Macron zu einem Bündnis von Staaten mit mittlerem Einfluss aufgerufen. Ziel sei es, der wachsenden Dominanz der USA und Chinas in der Weltpolitik eine eigenständige Kraft entgegenzusetzen. Wie Bloomberg berichtet, richtete sich der Appell unter anderem an Japan, Südkorea, Australien, Brasilien, Kanada und Indien. Vor Studierenden in Seoul verdeutlichte Macron seine politische Vision:

“Unser Ziel ist es, keine Vasallen zweier hegemonialer Mächte zu sein.”

Europa und andere Nationen dürften weder in eine Abhängigkeit von China geraten noch sich der Unberechenbarkeit der USA übermäßig aussetzen, so Macron. Stattdessen plädierte er für eine vertiefte Kooperation dieser Länder. Eine solche Allianz könne in Schlüsselbereichen der Zukunft zusammenarbeiten – von künstlicher Intelligenz und Raumfahrt über Energie und Kernkraft bis hin zu Verteidigung und Sicherheit.

Macron verwies zudem auf die besondere strategische Rolle Frankreichs in Europa. Als einziges EU-Mitglied verfügt das Land über ein eigenes nukleares Arsenal und eine hoch entwickelte Verteidigungsindustrie. Seit Langem setzt sich der französische Präsident dafür ein, Europa als souveränen geopolitischen Akteur zwischen den USA und China zu positionieren.

Bereits 2023 hatte er mit der Aussorge, die Europäische Union dürfe kein “Vasall” der Vereinigten Staaten sein, für Irritationen unter Verbündeten gesorgt. Seine jüngsten Äußerungen sind vor dem Hintergrund der zunehmenden globalen Rivalität zwischen den Großmächten zu sehen. Macron betont dabei das Konzept einer multipolaren Weltordnung, in der sogenannte “Mittelmächte” an Eigenständigkeit und Gestaltungsmacht gewinnen sollen.

Parallel dazu verschärfen sich die Spannungen zwischen Paris und Washington im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor Verbündete, darunter Frankreich und Südkorea, wegen mangelnder Unterstützung kritisiert. Trump warf Paris öffentlich vor, US-Militärflugzeugen Überflüge zu verweigern, und kündigte an, Washington werde sich dies “merken”.

Macron entgegnete, Frankreich sei bei den militärischen Entscheidungen nicht konsultiert worden und werde sich nicht an einem möglichen Krieg beteiligen. “Die USA sind eine große Nation”, sagte er, fügte jedoch hinzu, dass der aktuelle Kurs “die Büchse der Pandora öffnen” könne. Der französische Präsident betonte, dass militärische Mittel die Lage im Nahen Osten nicht lösen könnten, und schlug stattdessen einen “Mechanismus zur Verhinderung von Konflikten mit Iran” vor.

Zudem regte er an, nach einem Ende der Bombardements eine internationale Mission zum Schutz von Handelsschiffen in der strategisch vitalen Straße von Hormus einzurichten. Diese Route ist für den globalen Energiehandel von entscheidender Bedeutung. Westliche Beobachter bewerten die Differenzen zwischen den USA und ihren europäischen Partnern in der Iran-Frage als eine der tiefsten Vertrauenskrisen innerhalb der NATO seit Jahren.

Die Rhetorik aus Washington eskalierte weiter: Trump erklärte, Macron könne seinen Posten verlieren, da Paris die Unterstützung möglicher US-Militäreinsätze abgelehnt habe. Zudem äußerte sich der US-Präsident spöttisch über die familiären Verhältnisse Macrons. Später kündigte Macron an, die militärische Präsenz Frankreichs im Nahen Osten sowie die Unterstützung für Verbündete zu verstärken – vor dem Hintergrund iranischer Drohnenangriffe und in Abstimmung mit den USA, Deutschland und Großbritannien.

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