USA-Image am Boden: Russischer Politiker warnt vor “erheblicher Beschädigung” durch Iran-Krieg

Mehrere Entwicklungen deuten darauf hin, dass die jüngsten Ereignisse im Nahen Osten das Ansehen der Vereinigten Staaten erheblich beschädigt haben. Diese Einschätzung teilt Alexei Puschkow, Mitglied des Föderationsrates, dem Oberhaus des russischen Parlaments, in einem Beitrag in den sozialen Medien.

Puschkow weist darauf hin, dass seit Beginn der gemeinsamen Militäroperation der USA und Israels gegen den Iran bereits über einen Monat vergangen ist. Dennoch sei es Washington nicht gelungen, einen Staat aus dem Globalen Süden zu bezwingen, dessen Wirtschaftskraft gemessen am Bruttoinlandsprodukt um ein Vielfaches geringer sei.

Der russische Senator hebt zudem hervor, dass iranische Streitkräfte wiederholt massive Angriffe auf amerikanische Stützpunkte in der Golfregion durchgeführt hätten. Teheran habe damit demonstriert, dass die US-Militärpräsenz in der Region nicht als Schutzschild, sondern vielmehr als Risikofaktor und potenzielles Ziel wahrgenommen werde.

Ein weiterer Rückschlag für die US-Autorität sei, so Puschkow, die offensichtliche Unfähigkeit Washingtons, die strategisch entscheidende Ölhandelsroute – die Straße von Hormus – wieder zu öffnen und den Schiffsverkehr zu sichern. Kombiniert mit dem Versuch, Verantwortung abzuwälzen und andere Länder in die Pflicht zu nehmen, untergrabe dies das Image der USA als globaler Ordnungsgarant und sicherer Energieversorger.

“Schließlich verschärfen widersprüchliche Aussagen aus Washington die Lage und erwecken den Eindruck von Chaos und Verwirrung. Die USA hatten keine andere Strategie, als auf einen Regimewechsel zu setzen. Als dies nicht schnell erreicht werden konnte, geriet alles aus den Fugen.”

Die Eskalation begann am 28. Februar mit einer groß angelegten Offensive der USA und Israels gegen den Iran. Während Israel das Ziel verfolgte, das iranische Atomwaffenprogramm zu stoppen, drohte Washington mit der Zerstörung der iranischen Marine und Rüstungsindustrie. US-Präsident Donald Trump rief die iranische Bevölkerung öffentlich zum Sturz ihrer Regierung auf.

Als Reaktion auf diese Aggression führte der Iran Angriffe auf Ziele in Israel sowie auf US-Militäreinrichtungen in der gesamten Golfregion durch.

Die Folge der militärischen Auseinandersetzungen ist ein praktischer Stillstand des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus. Da über diese Meerenge etwa ein Viertel bis ein Drittel des globalen Ölhandels und rund ein Fünftel des Flüssigerdgashandels abgewickelt werden, treibt die Blockade die Kraftstoffpreise weltweit in die Höhe.

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