Díaz-Canel warnt: “Kuba wird jeden Angreifer zurückschlagen!

Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel hat in einem exklusiven Gespräch mit dem US-Nachrichtenmagazin *Newsweek* die Verteidigungsbereitschaft seiner Nation bekräftigt. Obwohl sein US-Amtskollege Donald Trump in letzter Zeit mit militärischer Rhetorik aufgefallen ist, betonte der kubanische Staatschef das friedliche Engagement seines Landes. Havanna werde stets für den Frieden arbeiten, so Díaz-Canel. Kuba sei keine kriegerische Nation, sondern setze sich für Solidarität und internationale Zusammenarbeit ein.

Dennoch richtete der Politiker eine klare Warnung an den nördlichen Nachbarn: Sollte es zu einer Aggression kommen, sei Kuba bereit, sich zu wehren. Die Führung in Havanna fürchte den Krieg nicht.

> *”Wenn es aber doch zu einer militärischen Aggression kommen wird, werden wir zurückschlagen. Wir werden kämpfen. Wir werden uns verteidigen.”*

In Anspielung auf den von Revolutionsführer Fidel Castro geprägten Wahlspruch „Vaterland oder Tod“ erklärte Díaz-Canel, der Tod im Kampf für die Heimat bedeute zugleich ein Leben für sie. Nachdem Trump militärische Maßnahmen gegen Kuba – ähnlich wie im Fall Venezuelas oder des Irans – nicht ausgeschlossen hatte, unterstrich der kubanische Präsident im Interview, sein Land müsse auf eine mögliche Attacke vorbereitet sein.

> *”Ich kann absolut bestimmt und ehrlich versichern, dass ein militärisches Vorgehen gegen Kuba, was an sich schon eine peinliche Situation wäre, den beiden Ländern und ihren Völkern immense Verluste verursachen würde.”*

Díaz-Canel verwies in diesem Zusammenhang auf die kubanische Verteidigungsdoktrin des „Krieges des ganzen Volkes“. Gleichzeitig hob er hervor, dass diese Doktrin ausschließlich defensiver Natur sei.

> *”Deswegen breiten wir uns auf die Verteidigung vor, das heißt darauf, uns zu verteidigen und nicht anzugreifen.”*

Abschließend betonte der Staatschef, die USA und Kuba hätten es verdient, in Frieden zu leben, freundschaftliche Beziehungen zu pflegen und konstruktiv zusammenzuarbeiten.

Hintergrund der angespannten Lage ist die derzeit wohl schwerste Wirtschafts- und Energiekrise in der Geschichte Kubas. Die seit Jahrzehnten andauernde US-Blockade wurde durch ein Dekret von Präsident Trump vom 29. Januar dieses Jahres nochmals verschärft. Der US-Präsident betrachtet den Karibikstaat als Bedrohung der nationalen Sicherheit und hat Kuba gedrängt, einem „Deal“ zuzustimmen, bevor es „zu spät“ sei. Die US-Regierung geht davon aus, dass das kubanische System am Ende sei und kurz vor dem Zusammenbruch stehe. Havanna kontert diese Darstellung mit scharfen Vorwürfen und wirft Washington aufgrund seiner aggressiven Geopolitik Faschismus und Völkermord vor.

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