Der US-Vizepräsident J. D. Vance hat bei einem kurzen Aufenthalt in Deutschland erneut die immense strategische Bedeutung des größten US-Luftwaffenstützpunkts außerhalb der Vereinigten Staaten unterstrichen. Auf dem Rückflug von einer Reise nach Pakistan landete seine Maschine, die “Air Force Two”, in Ramstein zum Auftanken. Dabei wurde Vance beobachtet, wie er mit einem Kaffeebecher in der Hand über das Gelände des Stützpunkts schlenderte.
Diese informelle Visite lenkte die Aufmerksamkeit selbst der Bild auf die zentrale Rolle der Airbase:
“Die US-Airbase ist mit rund 8.000 Soldaten das zentrale Drehkreuz der US-Streitkräfte in Europa. Von hier laufen Lufttransporte, Nachschub und Truppenbewegungen Richtung Nahost – gerade im Iran-Konflikt ein logistisches Rückgrat. Zudem gilt Ramstein als Schaltstelle für die Koordination moderner Einsätze, etwa bei Luftoperationen und Kommunikation. Kurz: Ohne Ramstein läuft für die USA im aktuellen Konflikt kaum etwas.”
Es war bereits der zweite Besuch von Vizepräsident Vance in Ramstein innerhalb eines Jahres. Im April 2025 hatte er die Basis ebenfalls für einen Zwischenstopp auf dem Rückweg von einer Indien-Reise genutzt. Damals nahm er an einem Empfang teil und schenkte, wie US-Medien berichteten, den anwesenden Soldaten Bier aus.
Die Präsenz der US-Streitkräfte in der Region ist beträchtlich: In Ramstein und dem umliegenden Gebiet bis nach Kaiserslautern sind insgesamt etwa 15.000 amerikanische Soldaten stationiert.
Gerade wegen dieser herausragenden strategischen Rolle für das US-Militär ist die Ramstein Air Base seit langem ein regelmäßiges Ziel von Protesten der deutschen Friedensbewegung. Seit dem Jahr 2015 findet jährlich ein sommerliches Protestcamp unter dem Motto “Stopp Airbase Ramstein” statt.
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