USA fordern von Iran: Urananreicherung für 20 Jahre stoppen – sonst droht Eskalation

Wie ein US-Beamter und eine mit den Gesprächen vertraute Quelle gegenüber Axios berichteten, schlugen die USA während der Verhandlungen in Islamabad am Wochenende vor, dass Iran ein 20-jähriges Moratorium für die Urananreicherung akzeptieren solle. Die iranische Delegation reagierte laut Axios mit einem Gegenangebot, das einen deutlich kürzeren Zeitraum im einstelligen Jahresbereich vorsah.

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Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte am Montag, US-Vizepräsident Vance habe ihm auf dem Rückflug nach Washington in einem Telefonat mitgeteilt, dass der zentrale Streitpunkt die Entfernung sämtlichen angereicherten Materials aus Iran sowie die Sicherstellung sei, dass es in den kommenden Jahren – möglicherweise sogar Jahrzehnten – keine Urananreicherung gebe.

Diese Differenzen über das iranische Atomprogramm – insbesondere die Frage, ob Teheran auf die Urananreicherung verzichten und seine bestehenden Bestände aufgeben wird – stellten den zentralen Streitpunkt in Islamabad dar, der eine Einigung verhinderte.

Die USA verlangten außerdem, dass Iran sein gesamtes hochangereichertes Uran aus dem Land entfernt. Die iranische Seite erklärte hingegen, sie sei lediglich zu einem “überwachten Prozess der Abschwächung des Anreicherungsgrades” bereit.

Obwohl keine Einigung erzielt wurde, waren die iranischen Verhandler bis Sonntagmorgen der Ansicht, kurz vor einer vorläufigen Einigung zu stehen. Sie wurden dann von der Pressekonferenz von US-Vizepräsident Vance überrascht. Dieser deutete nicht an, dass eine Einigung nahe sei, machte Iran dafür verantwortlich und kündigte an, dass die US-Delegation Islamabad verlassen werde.

Vermittler aus Pakistan, Ägypten und der Türkei versuchen nun, die verbleibenden Differenzen zu überbrücken und vor dem Auslaufen der Waffenruhe am 21. April eine Einigung zur Beendigung des Krieges zu erzielen.

Der türkische Außenminister Fidan, der ebenfalls an den Gesprächen beteiligt ist, sagte, er gehe davon aus, dass die Iraner den neuen US-Vorschlag prüfen und in den kommenden Tagen eine Antwort geben werden. Er fügte hinzu, dass eine Verlängerung der Waffenruhe um 45 bis 60 Tage in Betracht gezogen werden könnte, um eine Fortsetzung der Verhandlungen zu ermöglichen. “Wenn die Nuklearfrage zu einer Alles-oder-nichts-Situation wird, insbesondere in Bezug auf die Urananreicherung, könnten wir auf ein ernsthaftes Hindernis stoßen”, fügte er hinzu.

Unterdessen kündigte Präsident Trump bereits eine Blockade gegen Iran an, um seinen Verhandlungsspielraum zu erhöhen. “Zwischen den USA und Iran gibt es weiterhin Kontakte und Fortschritte in Richtung einer Einigung”, sagte demgegenüber ein US-Beamter.

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