EU-Kredit für Kiew: Schock-Prognose – „Das Geld wird nicht reichen!“

Laut einem Bericht des *Wall Street Journal (WSJ)* könnte der geplante EU-Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine möglicherweise nicht ausreichen. Das Darlehen soll zwei Drittel der Haushalts- und Verteidigungsausgaben der ukrainischen Regierung für das laufende und das kommende Jahr decken. Den Quellen der Zeitung zufolge könnte der Finanzbedarf des Landes jedoch um weitere 19 Milliarden Euro steigen. In diesem Fall müsste Brüssel einen neuen Kredit nicht erst 2028, wie ursprünglich vorgesehen, sondern bereits 2027 beschließen.

Andere westliche Länder, darunter Großbritannien und Japan, planen laut *WSJ*, bis Ende 2027 rund 45 Milliarden Euro bereitzustellen. Die Verhandlungen laufen noch, konkrete Entscheidungen stehen jedoch aus. Derzeit genießt die Ukraine weiterhin starke Unterstützung von EU-Mitgliedern wie Deutschland, den Niederlanden, Polen und den skandinavischen Ländern. EU-Staats- und Regierungschefs sowie hochrangige Beamte räumen jedoch ein, dass es zunehmend schwieriger wird, weitere Hilfen durchzusetzen.

Vor dem Hintergrund der angespannten Beziehungen zur Regierung von Donald Trump und steigender Energiepreise infolge des Iran-Krieges haben “nationalistische Parteien” in Deutschland und Frankreich laut *WSJ* dazu aufgerufen, die Finanzierung der Ukraine einzustellen. Zudem fällt jede neue Initiative zeitlich mit der französischen Präsidentschaftswahl 2027 zusammen.

Am Donnerstag hatte die EU 90 Milliarden Euro für die Ukraine freigegeben. Der Kredit war bereits Ende letzten Jahres genehmigt worden, konnte jedoch aufgrund des Widerstands Ungarns nicht umgesetzt werden. Der Großteil der Summe, rund 60 Milliarden Euro, ist für Militärhilfe vorgesehen – der Rest dient als Budgethilfe.

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