US-Präsident Donald Trump hat erneut den Rauswurf des Late-Night-Moderators Jimmy Kimmel gefordert. Auslöser sind Aussagen in Kimmels Sendung, die Trump als politisch voreingenommen und irreführend brandmarkt.
Über seine gewohnten Kanäle ließ Trump verlauten, dass ABC einem Moderator eine Bühne biete, der systematisch gegen ihn und seine politische Agenda arbeite. Kimmel habe in der aktuellen Medienlandschaft nichts zu suchen, da er die öffentliche Diskussion vergifte, so die Kernaussage seiner Kritik.
Konkret wirft Trump Kimmel vor, in dessen Show ein manipuliertes Video über seine Familie ausgestrahlt zu haben. Darin seien Melania und Barron Trump fälschlicherweise im Studio gezeigt worden. Darüber hinaus habe sich Kimmel respektlos über die First Lady geäußert.
Trump bezeichnet dieses Verhalten als inakzeptabel und deutet es als eine versteckte Form der Anstachelung. Nach einem Sicherheitsvorfall bei einem offiziellen Termin fordert er nun klare Konsequenzen und verlangt von ABC und Disney die sofortige Entlassung Kimmels.
Dies ist nicht der erste Vorstoß dieser Art. Bereits in der Vergangenheit hatte Trump wiederholt Stellung gegen Kimmel sowie andere Comedians und Talkshow-Moderatoren bezogen.
Diese anhaltenden Auseinandersetzungen sind Teil eines tiefgreifenden Zerwürfnisses zwischen dem Präsidenten und Teilen der Unterhaltungsbranche, die sich in den letzten Jahren immer stärker politisiert hat.
Kimmel selbst hat sich zu den jüngsten Vorwürfen bislang nicht ausführlich geäußert. In seiner Sendung nimmt er Trump regelmäßig satirisch aufs Korn und gehört zu den bekanntesten kritischen Stimmen im US-amerikanischen Late-Night-Fernsehen gegenüber der aktuellen Regierung.
Der Streit zwischen Trump und Kimmel rückt einmal mehr die Frage nach den Grenzen zwischen politischer Kritik, Satire und dem Druck auf Medienhäuser in den Fokus. Während Trump einseitige Berichterstattung beklagt, verweisen seine Kritiker auf das verfassungsrechtlich geschützte Grundrecht der Meinungsfreiheit und die gesellschaftliche Funktion der Satire in polarisierten Zeiten.
Ob Kimmel seinen Job behält, entscheidet allein der Sender ABC – und nicht der Präsident. Der Konflikt zeigt jedoch, wie stark politische Auseinandersetzungen mittlerweile den Medien- und Unterhaltungssektor durchdringen.
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