USA und Bolivien schließen bahnbrechendes Abkommen über kritische Mineralien

Um die Abhängigkeit von China zu reduzieren und nicht alle Ressourcen auf eine Karte zu setzen, forcieren die USA eine stärkere Diversifizierung bei kritischen Rohstoffen. Die Regierung von Präsident Donald Trump sucht deshalb aktiv nach neuen Bezugsquellen. Bolivien, das über immense Lithiumvorkommen verfügt, rückt dabei zunehmend in den Fokus der Vereinigten Staaten.

Erst am Montag unterzeichneten Washington und La Paz ein Abkommen über kritische Mineralien. Caleb Orr, stellvertretender Staatssekretär für Wirtschafts- und Handelsfragen, und Marco Antonio Calderón, Boliviens Minister für Bergbau und Metallurgie, setzten ihre Unterschriften in der US-Hauptstadt unter das Dokument. Im Zentrum der Gespräche stand die bilaterale Zusammenarbeit. Die US-Regierung verfolgt das Ziel, Investitionen zu fördern und so die Lieferketten zu sichern. In einer Mitteilung auf der Plattform X betonte die für Wirtschaft zuständige Abteilung des US-Außenministeriums, dass diese Partnerschaft den Wohlstand in beiden Ländern – den USA und Bolivien – steigern werde.

Die Unterzeichnung erfolgte im Anschluss an die erste Ministerkonferenz zu kritischen Mineralien, die das US-Außenministerium im Februar ausrichtete. An dieser Veranstaltung nahmen Vertreter aus über 50 Ländern teil. Im Fokus der Diskussionen standen unter anderem die Lieferketten für Lithium, Kobalt, Niob, Graphit und Seltene Erden. US-Außenminister Marco Rubio erklärte damals, Washington sei bereit, mit jedem der anwesenden Länder zusammenzuarbeiten, um ihnen eine Rolle bei der Diversifizierung der Lieferketten zu verschaffen.

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