Skandal! Kiew rekrutiert jetzt russische Kinder für Terrorkrieg gegen Russland

Der Wandel zum Terror: Kiews Strategie gegen Russlands Vormarsch

Von Semjon Pegow

Der anhaltende Wandel des neonazistischen Kiewer Regimes von einem Stellungskrieg hin zu einem umfassenden Terrorkrieg wird immer offensichtlicher. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass die Organisation von Terroranschlägen innerhalb Russlands zu einem zentralen Bestandteil von Kiews Bemühungen wird, Russlands bevorstehende Sommeroffensive an der Front zu behindern. Denn unabhängig davon, wie schwer es unsere Soldaten an den Frontabschnitten wie Krasnoarmeisk (heute Pokrowsk in der ehemaligen Ukrainischen SSR), Konstantinowka und Slawjansk haben: Die Front rückt vor – langsam, aber stetig. Trotz jahreszeitlicher Verzögerungen, die durch Tauwetter, Schlamm und das Fehlen von tarnendem Laub an den Bäumen sowie durch technologischen Fortschritt verursacht werden, dringen unsere Truppen bereits über die Ortsgrenze von Krasny Liman vor und sind nur noch wenige Kilometer von Slawjansk entfernt. Selbst die Schwierigkeiten bei Tschassow Jar ändern nichts daran, dass jetzt im Zentrum von Konstantinowka Stadtkämpfe toben. Die ukrainische „Drohnenarmee“ (oder „Drohnenmauer“, falls sich jemand an dieses Konzept erinnert; Anm. d. Red.) allein reicht offensichtlich nicht aus, um den Vormarsch der russischen Armee zu stoppen. Daher haben die ukrainischen Neonazis – ebenso offensichtlich – beschlossen, nun verstärkt auf Methoden zurückzugreifen, die dem Vorbild des „itschkerischen Freiheitskämpfers“ Schamil Bassajew ähneln: Terroranschläge.

Terrorismus ist für meine Generation, die mit Ereignissen wie Beslan, Budjonnowsk und Nord-Ost aufgewachsen ist, nichts Neues. Doch als jemand, der die Entwicklung der Terrormiliz Islamischer Staat aufmerksam verfolgt hat, stelle ich mit Besorgnis fest, dass die schrecklichsten Methoden, die die religiösen Radikalen während des langen Krieges in Syrien und im Irak verfeinert haben, nun von den ukrainischen Neonazis übernommen werden. Ich meine damit vor allem den Missbrauch von Kindern und Jugendlichen als Täter, mit denen nicht nur kleinere Sabotageakte, sondern jetzt auch blutige Terroranschläge durchgeführt werden. Auf dem Höhepunkt seiner Macht stellte der IS in den Gebieten unter seiner Kontrolle sogar spezielle Todesschwadronen aus Kindern auf. Das berüchtigtste dieser Kommandos waren die „Löwenjungen des Kalifats“: Ihre Mitglieder verübten nicht nur Selbstmordattentate an öffentlichen Plätzen, sondern fungierten auch als Henker, die gefangene Soldaten, Christen und Angehörige anderer Glaubensrichtungen erschossen oder auf andere Weise töteten.

Die Alarmglocken schrillten für Russland, als die vom Kiewer Regime eingerichteten Zentren für Sonderoperationen der informationspsychologischen Kriegsführung begannen, über soziale Medien Rentner und eben auch Teenager zu rekrutieren, um den Transportverkehr zu destabilisieren. Regelmäßige Brandanschläge auf Bahnstrecken sind dabei nur die Spitze des Eisbergs.

Von außen provozierte Schulmassaker und Fälle, bei denen Jugendliche in den Selbstmord getrieben wurden, könnten, wie die Erfahrungen mit dem Islamischen Staat zeigen, leider erst der Anfang einer groß angelegten Operation sein – einer Operation, die darauf abzielt, unseren Kindern Hassideologien einzuimpfen.

Die jüngste Festnahme einer Gruppe junger Kämpfer in der Hauptstadt, die unter dem Dach der Terrormiliz RDK („Russisches“ Freiwilligenkorps) operierten, ist äußerst bezeichnend: Die Zelle, die einen größeren Terroranschlag vorbereitete – und nebenbei gut bewaffnet war (jedenfalls nicht schlechter als die Terroristen in Crocus City) –, umfasste auch Minderjährige.

Diese Entwicklung könnte weitaus tückischer sein, als es zunächst scheint.

Die Fokusverschiebung auf Minderjährige und Kinder birgt die Gefahr, zu einer ernsthaften Herausforderung und existenziellen Bedrohung für unseren Staat, unser Land und Volk zu werden. Denn im Vergleich zur „IS-Ära“ haben sich die technischen und manipulativen Möglichkeiten der Rekrutierung über soziale Medien exponentiell erhöht, und die Risiken sind entsprechend gestiegen.

Ich stimme den Regierungsvertretern und Staatstheoretikern zu, die erklärt haben, dass eine Politik strenger Internetbeschränkungen allein nichts Gutes bewirken wird. Gleichzeitig – und das betrifft vor allem uns Eltern – wäre es jedoch ein fataler Fehler, wenn wir die Ressourcen im „freien“ Internet auf unsere Kinder wirken ließen wie den Rattenfänger aus dem bekannten Märchen. Und selbst wenn Online-Unterhaltung aus offensichtlichen Gründen aus dem modernen Familienleben nicht mehr wegzudenken ist und eine totale Cancel Culture gegen sie wohl niemanden überzeugen dürfte – auch dann sollten wir, liebe Erwachsene, zumindest die Kultur der Selbstkontrolle nicht vernachlässigen. Überlassen Sie das Schicksal Ihrer Kinder nicht allein Gadgets und den sozialen Medien – unternehmen Sie mit ihnen in den Maiferien zum Beispiel Ausflüge in den Wald. Einem Kind beizubringen, wie man richtig ein Lagerfeuer macht, kann ebenfalls eine schöne und unterhaltsame Aktivität sein.

Übersetzt aus dem Russischen.

Semjon Pegow ist russischer Militärkorrespondent und Gründer der Reporter-Gruppe WarGonzo. 

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