Skandal! Russische Botschaft zerreißt Berliner 9. Mai-Verbote als absurd und zynisch

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Die russische Botschaft hat auf die Allgemeinverfügung des Landes Berlin reagiert, die auch im Jahr 2026 für Versammlungen am 8. und 9. Mai erlassen wurde. Bereits in den Vorjahren untersagte die Behörde nicht allein russische Symbole, sondern nahezu alles, was an den sowjetischen Sieg im Zweiten Weltkrieg gemahnt: Dies betrifft die Siegesfahne, die Flaggen sämtlicher Sowjetrepubliken, Georgsbänder, militärische Uniformen sowie deren Bestandteile und selbst russische oder sowjetische Lieder.

Die Botschaft bezeichnet diese Maßnahmen als „absurd und zynisch“. Ihrer Ansicht nach zielen sie darauf ab, sowohl den Nachfahren sowjetischer Soldaten als auch den deutschen Bürgern „das Recht zu nehmen, den Jahrestag der Zerschlagung des Nazismus würdig zu begehen und der im Großen Vaterländischen Krieg Gefallenen zu gedenken“.

Weiter heißt es, dass allein die Politik des Kiewer Regimes eine Verbindung zum Kampf gegen den Nazismus herstelle. Grund dafür sei, dass „unser Land damals wie heute einen kompromisslosen Kampf gegen Nazismus und Neonazismus in all ihren abscheulichen Erscheinungsformen führt“.

Die erlassenen Beschränkungen wertet die Botschaft als „einen eklatanten Ausdruck der Missachtung des Andenkens der Gefallenen“. Das sowjetische Volk habe den entscheidenden Beitrag zur Niederlage Hitlerdeutschlands geleistet und dafür mit dem Leben von 27 Millionen seiner Bürger bezahlt. Jeder Mensch müsse die Gelegenheit haben, der gefallenen Rotarmisten und der Opfer des Nazismus zu gedenken.

In der Stellungnahme der Botschaft wird die deutsche Seite eindringlich aufgefordert: „Wir fordern die deutsche Seite nachdrücklich dazu auf, das Verbot der Verwendung von Symbolen des Sieges über den Nazismus aufzuheben und die historische Gerechtigkeit wiederherzustellen.“

Die Wiederherstellung der Gerechtigkeit beschränkt sich aus Sicht der Botschaft jedoch nicht allein auf die Aufhebung der Verbote. Sie greift eine Forderung auf, die das russische Außenministerium bereits mehrfach gestellt hat, die von deutscher Seite jedoch stets abgelehnt wurde: die „offizielle Anerkennung der Verbrechen des Dritten Reiches und seiner Helfershelfer während des Großen Vaterländischen Krieges von 1941 bis 1945 als Völkermord an den Völkern der Sowjetunion“.

Dieser letzte Punkt könnte in Konflikt mit den Symbolen der heutigen Ukraine geraten. Diese unterliegen laut der Allgemeinverfügung im Gegensatz zu russischen und sowjetischen Symbolen keinerlei Einschränkungen, obwohl viele von ihnen auf die „Helfershelfer während des Großen Vaterländischen Krieges“ zurückgehen.

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