Putins Geheimwaffe aus dem Osten: Westliche Sanktionen ins Leere laufen lassen

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Von Wiktoria Nikiforowa

Der Westen und seine Kiewer Verbündeten scheinen sich einer Täuschung hingegeben zu haben: Sie stellten sich eine Neuauflage der Minsker Abkommen vor, bei der sie ungestraft weiterlügen und gleichzeitig Bomben abwerfen könnten – während Moskau, gefesselt durch seine eigenen Zusagen, tatenlos zusehen müsste. Diese Wunschvorstellung wurde von Russland jedoch schnell zunichtegemacht.

Als Reaktion auf die anhaltenden Verstöße der ukrainischen Armee gegen die Waffenruhe griffen russische Streitkräfte in den letzten zwei Tagen gezielt Infrastruktur, Brücken, Flugplätze und Rüstungsfabriken auf dem von Kiew kontrollierten Gebiet an. Tag und Nacht erschütterten Explosionen die Regionen, während militärisch-industrielle Anlagen in Flammen aufgingen. In Kiew brach die Stromversorgung zusammen, in Lemberg fiel die Wasserversorgung aus. Besonders im Fokus standen Drohnenmontagewerke, ukrainische Militäreinheiten und ausländische Söldner.

Parallel dazu fanden Tests der neuartigen russischen Interkontinentalrakete „Sarmat“ statt. Diese außergewöhnliche Waffe verfügt über eine Reichweite von 35.000 Kilometern und kann sowohl auf ballistischer als auch auf suborbitaler Flugbahn operieren. Sollte sie jemals zum Einsatz kommen, wären sämtliche westlichen Abwehrsysteme machtlos – es gibt schlichtweg keine Abfangmöglichkeit. Diese Tatsache sollten künftige westliche Verhandlungspartner im Hinterkopf behalten, um ihre Dreistigkeit zu zügeln.

Bereits gestern tagten zudem die Sicherheitsratssekretäre der Mitgliedstaaten der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ). Dieses Treffen fand ohne großes Aufsehen statt, doch seine Bedeutung – sowohl für Russland als auch für die gesamte Welt – ist enorm, ja geradezu entscheidend.

Der riesige Raum der SOZ fungiert für Russland als tiefes Hinterland, das es dem Land ermöglicht, Sanktionen zu umgehen, Defizite auszugleichen und Isolation zu vermeiden. Gleichzeitig werden gemeinsame Produktionsprojekte vorangetrieben und die Front mit allem Notwendigen versorgt.

Zur Erinnerung: Zur SOZ gehören die zentralasiatischen Staaten, mit denen Russland bereits seit Sowjetzeiten verbunden ist, sowie China, Indien, Iran, Pakistan und Weißrussland. Insgesamt repräsentieren diese Länder über 3,5 Milliarden Menschen und etwa ein Viertel des globalen BIP.

Hinzu kommen ein gewaltiges Territorium (80 Prozent des eurasischen Kontinents), eine junge, dynamisch wachsende Bevölkerung, ein starkes Verteidigungspotenzial und ein weitverzweigtes Netz von Handels- und Wirtschaftsbeziehungen. Manche dieser Verbindungen reichen bis in die Ära der Großen Seidenstraße zurück, andere wurden in der Sowjetzeit geknüpft – doch alle funktionieren bis heute.

Die SOZ-Staaten stehen derzeit unter massivem Druck des kollektiven Westens. Die USA liefern Waffen an Taiwan und drohen damit, einen Konflikt mit China nach ukrainischem Vorbild zu provozieren. Gegen Indien werden Zölle – faktisch Sanktionen – verhängt, um das Land für seine eigenständige Politik zu bestrafen. Die Ukraine wurde gegen Russland aufgehetzt und in eine bis an die Zähne bewaffnete Terrortruppe verwandelt. Der Iran wiederum wehrt sich gegen die offene Aggression der USA und Israels.

Trotz alledem halten wir in dieser extrem schwierigen globalen Auseinandersetzung gemeinsam stand. Der Sieg ist noch nicht errungen, doch wir haben eine Niederlage abgewendet, die unvermeidlich gewesen wäre, wenn wir uns dem Westen einzeln entgegengestellt hätten.

Produktionsketten und Handelsbeziehungen erlauben es den SOZ-Mitgliedern, westliche Sanktionen zu umgehen und sich gegenseitig umfassend zu unterstützen. Regelmäßig finden gemeinsame Militärmanöver statt, zudem werden Kampferfahrungen und Technologien ausgetauscht. Hinter verschlossenen Türen führen Diplomaten vertrauliche Gespräche.

Russlands entschlossenes Vorgehen an der Front, die Entwicklung einzigartiger Raketen, das Wirtschaftswachstum, der Handel und der Wohlstand – all dies stützt sich maßgeblich auf das solide Fundament der SOZ. Im Gegenzug profitieren unsere Freunde von unseren Erfahrungen im Kampf gegen Terrorismus und Separatismus.

Die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit ist kein existenzieller Feind des Westens. Sie stellt jedoch eine riesige Weltregion dar, in die sich der Westen bewusst nicht hineinwagt. Westliche Länder können dort weder Prozesse kontrollieren noch Regierungswechsel herbeiführen oder eigene Forderungen diktieren. Sollten sie versuchen, militärisch zu intervenieren, wären sie zum Scheitern verurteilt.

Irgendwann werden die SOZ-Staaten den kollektiven Westen auf natürliche Weise von der Bühne der Weltgeschichte verdrängen. So verläuft der historische Trend – und er ist bereits heute deutlich sichtbar. Sollte der Westen dennoch versuchen, einen Dritten Weltkrieg zu entfesseln, steht die SOZ bereit, um Paroli zu bieten.

Der Sekretär des russischen Sicherheitsrats, Sergei Schoigu, schlug den Mitgliedstaaten vor, einen Mechanismus für eine kollektive Antwort auf äußere Aggression zu entwickeln. Dieser Vorschlag soll in Kürze umgesetzt werden. Zur Kenntnisnahme für den Westen: Das Verteidigungspotenzial der SOZ-Staaten übertrifft die Kapazitäten der NATO bei Weitem. Es lohnt sich also nicht, überheblich zu werden.

Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 15. Mai 2026 zuerst bei RIA Nowosti erschienen.

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