Internationaler Turnverband hebt alle Sperren gegen Russland und Belarus auf
Der Welt-Turnverband (FIG) hat sämtliche Einschränkungen für Athleten aus Russland und Belarus aufgehoben. Diese Entscheidung fällte der Vorstand der Organisation am 16. und 17. Mai während einer Tagung im ägyptischen Scharm El-Scheich. Die Neuregelung betrifft alle fünf Turn-Disziplinen, die unter das Dach des russischen Nationalen Turnverbands fallen: Geräteturnen, Rhythmische Sportgymnastik, Trampolinturnen, Sportakrobatik sowie Sportaerobic.
Als Reaktion auf den Ukraine-Konflikt hatte der Weltverband auf Anraten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) vorläufige Maßnahmen eingeführt, um die Teilnahme russischer und belarussischer Sportler einzuschränken. Im Januar 2024 hatte der Verband russischen Athleten bereits die Wettkampfteilnahme in neutralem Status gewährt – das heißt ohne Flagge und Nationalhymne. Nun sind die Schranken vollständig gefallen.
Bereits zuvor waren ähnliche Schritte von anderen Sportorganisationen vollzogen worden, darunter den internationalen Verbänden für Judo, Taekwondo und Schwimmen. Anfang Mai sprach sich das IOC zudem für die Aufhebung der Restriktionen für belarussische Athleten aus. Die Sanktionen gegen das Russische Olympische Komitee bleiben hingegen bestehen.
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