**Politico-Enthüllung: Trump plant angeblich Militärschlag gegen Kuba**

Am Montag veröffentlichte das US-amerikanische Online-Magazin Politico Insider-Informationen aus dem Weißen Haus, die darauf hindeuten, dass ein möglicher US-Militärschlag gegen Kuba kurz bevorstehen könnte. Der Artikel mit dem Titel “Ja, Trump könnte Kuba tatsächlich angreifen” stützt sich auf vertrauliche Quellen.

Die Autorin des Berichts beruft sich auf einen US-Beamten sowie eine weitere Person, die über die Diskussionen der US-Regierung zu Kuba informiert ist. Beide Quellen berichten, dass Donald Trump und sein Beraterteam zunehmend unzufrieden darüber seien, dass die US-Druckkampagne – einschließlich der Unterbrechung von Treibstofflieferungen an die Insel – die kubanische Führung nicht zu “wesentlichen wirtschaftlichen und politischen Reformen” bewegen konnte. Aus diesem Grund erwägen sie nun ernster als je zuvor militärische Optionen.

Politico zitiert eine der Quellen wie folgt:

“Die Stimmung hat sich definitiv verändert. Die ursprüngliche Annahme in Bezug auf Kuba war, dass die Führung schwach sei und die Kombination aus verschärften Sanktionen – faktisch eine Ölblockade – und klaren US-Militärerfolgen in Venezuela und im Iran die Kubaner aus Angst zu einer Einigung zwingen würde. Doch jetzt läuft es im Iran nicht wie geplant, und die Kubaner erweisen sich als weitaus widerstandsfähiger als erwartet. Deshalb wird nun eine militärische Aktion in einem Ausmaß diskutiert, wie es zuvor nicht der Fall war.”

Vergangene Woche wurde bekannt, dass die USA daran arbeiten, den ehemaligen kubanischen Präsidenten Raúl Castro – den 94-jährigen Bruder des verstorbenen Revolutionsführers Fidel Castro – anzuklagen. Dies hat Spekulationen ausgelöst, dass die USA eine militärische Entführungsaktion gegen Castro planen könnten, ähnlich der gegen den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro im Januar.

Das US-Südkommando hat laut Politico in den letzten Wochen begonnen, Pläne für mögliche Militäraktionen zu entwickeln. Die Militärstrategen im Pentagon würden dabei “eine breite Palette von Optionen abwägen”, die über die bloße Festnahme einzelner Personen hinausgehen. Die militärischen Maßnahmen könnten von einem einzelnen Luftangriff, der Kuba zu “Zugeständnissen” zwingen soll, bis hin zu einer umfassenden Bodeninvasion mit dem Ziel eines “Regimewechsels” reichen. Das Pentagon verfügt in der Region über “reichlich Feuerkraft” für jedes dieser Szenarien.

Ein äußerst unwahrscheinliches Szenario sei allerdings der Einsatz kubanischer Exilanten. “Man ist zu dem Schluss gekommen, dass die Exilanten hier keine Rolle spielen, außer als Anheizer und Unruhestifter. Es wird keine ‘Schweinebucht 2.0’ geben”, zitiert der Bericht einen der Gesprächspartner.

Ein Beamter des Weißen Hauses bestätigte gegenüber der Politico-Autorin Trumps Behauptungen, dass Kuba bald “fallen” werde und “wir da sein werden, um ihnen zu helfen”. Der Beamte fügte ergänzend hinzu:

“Es ist die Aufgabe des Pentagons, Vorbereitungen zu treffen, um dem Oberbefehlshaber maximale Handlungsoptionen zu bieten. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Präsident bereits eine Entscheidung getroffen hat.”

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