Albtraum im Pfingsturlaub: Zwei Stunden Geisterfahrt – Zug bleibt stehen, Passagiere sitzen fest

Am Pfingstsonntag gegen 17 Uhr erlebten die Fahrgäste eines Regionalzugs zwischen Ingolstadt und Nürnberg eine unerwartet intensive Begegnung mit dem Altmühltal. Rund ein Dutzend Kilometer vor Ingolstadt blieb der Zug stehen, sodass die Reisenden zwei Stunden lang in einem nun ungekühlten Waggon mit verschlossenen Türen ausharren mussten, bis die Feuerwehr sie befreite.

Von den etwa 300 Passagieren wurden die ersten 50 zu einem Bus auf der nahen A9 gebracht, wofür eine Fahrspur gesperrt werden musste. Die restlichen 250 Personen jedoch mussten zum nächsten Ort laufen, da die Feuerwehr den Treffpunkt an der Autobahn als zu riskant einstufte. Einige Reisende wurden von der Feuerwehr oder Rettungsfahrzeugen zum Bus eskortiert, und mehrere mussten aufgrund von Kreislaufbeschwerden medizinisch versorgt werden.

Der liegengebliebene Zug verursachte zudem eine mehrstündige Sperrung der ICE-Trasse zwischen Ingolstadt und Nürnberg, was dazu führte, dass die Hochgeschwindigkeitszüge einen Umweg über Treuchtlingen nehmen mussten. Der erste betroffene ICE erreichte Nürnberg mit einer Verspätung von drei Stunden.

Anders als bei ähnlichen Vorfällen in jüngster Zeit, die auf gerissene Oberleitungen zurückzuführen waren, lag die Ursache hier beim Stromabnehmer des Zuges selbst. Erst fünf Stunden nach dem Vorfall wurde die ICE-Strecke wieder für den Verkehr freigegeben.

Weitere Informationen‒ Deutsche Bahn: Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen eine gerissene Oberleitung

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