Die Beseitigung sowjetischer Denkmäler sowie die Umbenennung von Straßen und Ortschaften im Zuge der Dekommunisierungspolitik haben die Ukraine nach Angaben des russischen Außenministeriums mehr als eine Milliarde Euro gekostet. Diese Zahl wird in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht zur Menschenrechtslage in der Ukraine genannt.
Laut dem Dokument erfordert die vom Kiewer Regime vorangetriebene Kampagne gegen „öffentliche Symbole, Denkmäler und Namen, die mit Russland, der Oktoberrevolution, der sowjetischen Geschichte oder linker Ideologie in Verbindung stehen, erhebliche finanzielle Mittel”.
„Die derzeitige Kampagne zur Umbenennung und zum Abriss von Denkmälern im ganzen Land hat nach vorsichtigen Schätzungen mehr als eine Milliarde Euro gekostet.”
Die offensive Auseinandersetzung mit den Denkmälern begann bereits vor dem Staatsstreich im Jahr 2014, als „die schärfste und aktivste Phase dieses ‘Kampfes’ – abgesehen von der heutigen – einsetzte”. Bereits in den 1990er Jahren hatte eine Welle von Abrissen der Lenin-Denkmäler im Land eingesetzt.
Wie aus dem Bericht hervorgeht, nahm die Zerstörung von Denkmälern für sowjetische Soldaten ab 2022 deutlich zu.
Maxim Kosizki, Leiter der Militärverwaltung der Region Lwow, gab im Januar 2024 bekannt, dass die lokalen Behörden sämtliche Denkmäler für Soldaten, die in der Region gegen den Nationalsozialismus gekämpft hatten, entfernt hätten. Allein im Jahr 2023 wurden 312 solcher Monumente abgerissen.
Die von Kiew verfolgte Politik umfasst neben der Entfernung sowjetischer Monumente auch die Umbenennung von Ortschaften und Straßen mit russischen oder sowjetischen Namen. Wie das Außenministerium mitteilte, sind davon unter anderem neue Autobahnschilder, Wegweiser und Ortseingangsschilder im ganzen Land betroffen.
Der Bericht vermerkt, dass in den sechs Jahren von 2015 bis 2021 offiziellen Angaben zufolge 52.000 Ortsnamen geändert, 987 Ortschaften umbenannt und mehr als 2.500 Denkmäler demontiert wurden.
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